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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 2 · p. Seite 301

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 2
Article
Der Grundzug der Liebe und dessen Entwickelung im Judenthum
Date
1836-01-01
Page
Seite 301 (sequence 17)
Language
German
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und dessen Entwickelung im Judenthume. 301 dkngs nur in Absicht auf die Erkenntniß, auf die Aneignung des Menschen zu derselben, wie weit derselbe nämlich in den Jahren, Jahrhunderten oder Jahrtausenden seit ihrem gnadenreichen Bestehn, sich in dieselbe hineingelebt sich und sein Gemüth ihren Lehren und Weisungen angefügt" hat. Aber nur die einzelne, bestimmte Offenbarung. Es ist Factum in der Synagoge, daß sich die Gottheit unzähligem«! ihren Frommen offenbart hat. Und wie? alle diese Offenbarungen sollten, was die Lehren betrifft, immer auf demselben Punkte verharren, sollten sich immer und ewig nur in demselben Kreise bewegen? Der Offenbarer sollte allenfalls blos neue Offenbarungen, Additamente, was H. D. Steinheim zugiebt, und nicht auch höhere, die frühen: zusammenfassende Bildungen, allgemeinere höhere Entwickelungen gleichsam, wodurch die frühem nicht aufgehoben, sondern yur die etwa der damaligen Entwickelungsstufe gemäß blos angedeutetm Momente— wie sie untern Stufen in der Natur in einer hohem, nun bestimmter, umfassender, hervortreten— offenbaren? Wie lange die Menschheit auch bedurfte, wie viel "der Jahre, Jahrhunderte oder Jahrtausende, bis sie sich in die geschehene Offenbarung hiueingelebt": einmal mußte dieser glückliche Zeitmoment doch eintreffen, wenn der Offenbarer sie nicht zu dem traurigen tantalischen Geschäfte verdammen wollte, ewig umsonst nach den Wassern zu Haschen, und sollte dann Er, der nie, nicht in der ganzen Natur, nicht in der Geschichte, nicht in allen Werken, wo Sein Geist überall waltet, einen Stillstand duldet, sollte Er hier stille gestanden haben, und nur stereotyp seine frühere Lehre in dieser Hinsicht wiederholen, ohne daß Er sie entwickelte, daß Er sie steigerte,

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