Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- Neues Stadium des Kampfes in dem Judenthume unserer Zeit
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 217 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2929020-2929026-2929029-2930163--0959-2930249- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
in dem Judenthume unserer Zeit.' 217 an; man leistete willig seinem Worte Gehorsam und freute sich, seine Verehrung durch wohlwollende Handlungen zu erweisen. Erkundete er ja den Willen Gottes und lauschte seinen Aussprüchen, verherrlichte die Lehre und breitete sie aus, that kund das Verborgene und drang in die tiefsten, segenbringendsten Geheimnisse! Die Lehre war mit Schmerzen errungen worden; aber sie hatte auch Israel in seinem Schmerzensleben immer treu zur Seite gestanden und war seine Pflegerin geworden.— So mögest Du denn eingehen, mein Sohn, in den göttlichen Tempel der Lehre, auf daß Du als ein Geweihter Gott nahe kommest und, von den Menschen geehrt, ihnen ein Lehrer werdest! Die Uebung aber alles Dessen, was sie enthielt, war eine Freude. Ueberall knüpften sich die Beziehungen an die innigsten Gefühle des Menschen an; überall trat eine Erinnerung an eine Vergangenheit, eine Ermahnung an die Zukunft entgegen. Israel, das von Gott erkorne, mußte auch Gott seinen Dank darbringen in ausgezeichneter Dienstleistung. Ob er des Dienstes bedurfte? Fragt die Liebe danach bei ihren Gaben? Wußte man nicht immer einen Grund für das Gebot, knüpfte sich kein besonderes Gefühl an dasselbe: nun so geschah es um Gottes willen, der auch des Unmündigen unverständiges Thun, wenn es nur in freundlicher Liebe geschieht, mit Wohlwollen sieht. War es mit Beschwerlichkeiten verbunden, dann mußte wohl die Mühe den Werth noch erhöhen. Wie gerne legte man sich Entbehrungen auf! Möge die Entziehung des Fettes und des Blutes durch das Fasten ein Opfer sein auf Deinem Altäre, ein Dank» vpftr,- Dies war der Wunsch des sich Kasteienden. Die