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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 1 · p. Seite 208

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 1
Article
Wiesbaden
Date
1836-01-01
Page
Seite 208 (sequence 10)
Language
German
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LOS Nachrichten. gen; aber wenige nur möchten es sein, besonders unter unseren Verhältnissen ,'n Deutschland, die sich durch die Universitätsjahre hindurch auf diesem Standpunkte religiöser und theologischer Unschuld halten konnten; ja, so liebenswürdig dieser kindliche Sinn bei Laien und Frauen ist, so werden wir ihn bei einem Theologen, der den Angriffen, Bewegungen und Stürmen des gegenwärtigen geistigen Lebens gewachsen sein soll, nicht einmal wünschen dürfen. Von ihm werden wir das Andere fordern müssen, daß er durch den Zwiespalt der Zeit hindurchgedrungen sei, daß er die kritische Periode innerlich durchlebt, daß er sich die Zweifel aufgeworfen, aber auch-gelöst, daß er sich aus dem Conflicte der Meinungen und Systeme eine unzerstörbare heilige Lebenswahrheit geläutert und befestigt im Feuer ernster und strenger Forschung, gerettet habe. Schlimm aber steht es um ihn, wenn der Riß der Weltgeschichte auch durch seine Seele geht; dann ist er cinavrch gespalten in seinem Innersten, und da er sich selbst in der Schwebe befindet, so hat er auch den festen Standpunkt nicht, der allein befähigt, auf Andere bestimmend einzuwirken und sie in einem lebendigen Mittelpunkte zu sammeln.. Ein wahrer Krebs unserer Theologie ist die Zweideutigkeit und Halbheit des Ausdruckes, deren sich Manche bedienen, um dem Einfältigen etwas Anderes zu sagen und den Klugen etwas Anderes dabei denken zu lassen, um in die Formen des Alten unversehens Neues einzuschieben und sich in bedenklichen Fällen aus der Klemme zu ziehen. Das haben die freien Reformatoren, das hat der grundehrliche Luther nicht gethan...-- Unsere Leser danken uns gewiß für diese mitgetheilten Auszüge, die hinlänglich den Geist charakterksiren, welcher durch die Kirche, gleichwie durch die Synagoge weht, die aber zugleich mit wissenschaftlicher Ruhe die Zuversicht, daß die unheimliche Spaltung, welche das Ganze wie den Einzelnen schmerzlich zerreißet, überwältigt werde, ausdrücken. — Aehnlich gediegen sprechen sich manche Stellen in der schon erwähnten »Uebersicht der Litt, in der Schweiz-- aus; wir weisen blos auf eine hin, die --Friedrich Hurter'S Geschichte des Pabsteö Jnnocenz III." betrifft. Soll eine historische Erscheinung, sagen die Referenten, zunächst an dem Maßstabe ihrer Zeit gemessen werden, so ist doch diese Zeit selbst wieder an andern Zeitaltern zu messen, und am Ende bleibt doch für alle diese Zeitalter, welche den Ablauf des Ganzen darstellen, ein gemeinsamer Maßstab der sittlichen Beurtheilnng. Abraham Geiger. Berichtigungen. , „rL. 15 Z. 19 st. uns lies nur. S. 22 Z. l. ft. am ries cili. S. 59 Z. 5 sind die Morre: Wajikra rabe. 27 zu streichen und Z 6 nach: 35 zu setzen. S. 71 Z. 10 von unten statt Er lies Es (S. na Z. 6 v. u. stder l. die- S. 123 Z. 10 st. Karr l. Ken. S. 130 l. Z.Lft. 5965 l. 2965. S. 135 Z. 23 st. Baumwolle l. Blauwolle. Ä>. 122 Z. 27 nach: erfuhr l. aussprach. S. 15z Z. 21 st. 22 l. 226-

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