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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 1 · p. Seite 195

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 1
Article
Tübingen
Date
1836-01-01
Page
Seite 195 (sequence 4)
Language
German
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Nachrichten. 195 Prüfung zur schriftlichen Ausarbeitung gegeben wurden. Sie sind- 1) Biblische Eregese. Jesaias 5, 1—9. 2) Einleitung. Ist das Buch der Richter als eine rein historische Schrift aufzufassen, und wenn nicht, welches ist die Tendenz desselben? 3) Jüdische Dogmatik. Welche Anforderungen macht die Vernunft, sowohl in formeller als materieller, Hinsicht an eine Ofscnbarung, wenn sie solche als göttlich anerkennen soll, und läßt es sich schriftmäßig Nachweisen, daß die mosaische Glaubenslehre diesen Anforderungen entspricht? 4) Indische Dogmcngeschichte. Wodurch unterscheiden sich die beiden Hauptarten jüdischer Bildung nach dem babylonischen Erile, die palästinensische und alerandrinische, und welches sind die charakteristischen Merkmale einer jeden derselben? 5) Talmud. Gittin 75 » mit Bezug auf die Mischnah zu erponiren. 6> Ritualgesetze. ») Was ist zu einer kirchlich-rechtsgültigen Trauung nach israelitischen Ritualgesetzen erforderlich? I») Was bestimmen die israelitischen Ritualgesetze für den Fall, wo eine Frau sich weigert, die Ehe fortzusetzen, und welche singulären Bestimmungen finden hiebei Statt? o) Wie lange ist Derjenige, dem ein naher Anverwandter kurz vor dem Laubhüttenfestc stirbt, schuldig, die gesetzmäßige Trauer zu halten? 3) ANO 1NV NIO'ON ll'ir -MIO- (Es versteht sich von selbst, daß bei der Beantwortung dieser Ritualfragen, den Eraminanden der Gebrauch der üblichen Codices gestattet ist.) Text zur Predigt. Sprüche Sal. 16, 32- Tert zur Katechisation. 1. M. 4, 7- — Bei der zweckmäßigen Auswahl dieser Fragen beurkundet sich aufs Neue der umsichtige — die Anforderungen der Wissenschaft und der Zeit mit denen des Lebens und der obwaltenden Verhältnisse auf geschickte Weise zugleich zu befriedigen suchende—Sinn unseres wackern Hrn. v. Maier, welcher, in seiner Eigenschaft als theologisches Mitglied der isr. Oberkirchenbehörde, dieser Prüfung beiwohnte. (Coblenz, 25. Nov.) Herr D. B. L. Ullmann aus St. Goar, der sich bis jetzt hier aufgehalten, ist bei der am 23. d. M. Statt gefundenen Versammlung der Notabeln in Crefeld zum Consistorialrabbiner erwählt worden. 13 *

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