Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 1
- Article
- Frankfurt
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 153 (sequence 8)
- Language
- German
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Nachrichte n> 153. hiedurch ein kleiner Ersatz ergeben für den Mangel eines genügenden Gottesdienstes. Es könnte sich einer unserer wackern Männer in Israel ein schönes Verdienst erwerben, dessen Lohn vorzüglich in der Wiedererweckung des religiösen Sinnes läge, das aberauch gewiß allgemein anerkannt würde, wenn er e i n solches Buch für die häusliche Erbauung schriebe, nicht in gesonderten neuen Betrachtungen, die schon den Sinn voraussetzen, sondern sich anlehnend an die alten Formen, durch kurze Hindeutungen auf deren Gehalt, diese höbe und sie mit passenden Sprüchen begleitete. Auch Diejenigen, welche bis jetzt noch die Form gläubig beobachten, würden sich gerne dieser kleinen, aber tief auf das Herz einwirkenden Abänderung anschließen, und aus dem einzelnen Hause würde sich die Verbesserung auch ausbreiten in die Gemeinde und in ihren Versammlungen entsprechende Resultate erwirken. Freilich ist ein zarter, religiöser Sinn, etwas gemächlich-dichterische Anschau- . ung und große Gewandtheit zu einem solchen Unternehmen noch ig , und wir würden es innig bedauern, wenn voreilig ein Unberufener es auskühren wollte *). — Unsere bürgerliche Stellung ist in ihrem alten Zustande» Der Senat hat die in diesen Blättern (B. I. S. 44) erwähnte Abänderung hinsichtlich der Ehen mit Fremden nich t genehmigt. In der Aufnahme der Handelsleute, sowie in der, den jüd. Meistern obliegenden, Pflicht, blos jüdische Gesellen zu halten, hat sich noch kein festem Grundsatz herausgestcllt;- zuweilen wird nach der Strenge des Gesetzes verfahren , zuweilen wird keine Rücksicht darauf genommen. — Von andern Orten her erfährt man auch Manches, was noch nicht durch öffentliche Blätter bekannt ist. So sollen sich in Oesterreich bedeutende Zugeständnisse, die den Juden gemacht werden sol- ") Der Einsender findet für nöthig, hier zu bemerke». Laß er ans diese ganze Ausführung besonders durch eine Mitthcilnng des Herrn Rabbiners E- Grün bäum im Fürstenthume Birkenfeld aufmerksam gemacht wurde, der später hierüber sich umständlicher auc-zn sprechen gesonnen ist.