Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 1
- Article
- Frankfurt
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 150 (sequence 5)
- Language
- German
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150 Nachrichten, liebe zu den alten Formen bekannt ist. Hiezu trug auch etwas bei, daß mehre junge Theologen, sowohl schon allgestellte, als;iych nicht angestcllte, dort schon einige Male predigten, die theils die Neugierde in Anspruch nahmen, theils auch durch ihre Stellung bei Manchen etwas mehr Vertrauen erweckten. We es scheint, soll jedych nun her Schulrath — denn dieser. Nicht der Vorstand, ist, der anfänglichen Schulcinrichtung angewesten, die überwachende Behörde — es nicht mehr so leicht gestatten, daß Gastpredigtey gehalten werden, da nunmehr vier Männer iy diese Function sich Heilen und daher die Anstrengung nicht mehr so groß ist. Es wäre sehr am Unrechte» Orte, den gesegneten Einfluß des' Andachtsaales ausführlich besprechen zu wollen; ist er za das einzige Asyl eines Herz und Geist ansprechenden Gottesdienstes, und namentlich unsere Frauen und Mädchen, die ziuu nicht einmal mehr die Sprache Judäa's sich aneignen können und weit besser in lebenden Sprachen bewandert sind, finden dyrt den einzig möglichen Ort der Erbauung, Aber fast noch höher möchten wir den Erfolg anschlagen, den er hinsichtlich der Wünsche kür den Gottesdienst im Allgemeinen gebracht hat; sind es auch blys Wünsche, so kennen wir hie Macht derselben, sobald sie allgemein ausgesprochen, worden, W einer Gemeinde, wie die nnsrige ist, und an. — wenn auch nicht geglückten—Versuchen zu deren Befriedigung hat es nicht gefehlt. Durch die Hheilsahme nämlich au dem Andachtsaalo hat sich auch bei den Formgläubigen der Widerwille gegen das Predigen gänzlich gelegt , za man wünscht deren Einführung in die Synagoge, und der Rabbiner Trier hat es schon einige Male öffentlich, ausgesprochen, daß Dies nicht blos seine Billigung finden würde, sondern daß es auch sein voller Wunsch sei. Jedoch knüpfen sich natürlich an diese eine Verbesserung noch viele andere unabweisbare, wenn die Predigt, einett ge, heihlichen Boden finden und der ganze Gottesdienst ein harmonisches Ganzes bilden soll- Hiegegen möchte sich jedoch mancher Widerspruch erheben, sosehr der hei weitem größere Theil der Gemeinde auch dafür geneigt ist. d. Auch die äußere Gestalt