Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 1
- Article
- Frankfurt
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 148 (sequence 3)
- Language
- German
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148 N k» ch k i ch r e m letzte Gefühl in Wortwitzen kund gab. Und jetzt befinden sich dort die Kinder aus den verschiedensten Häusern, aus solchen, wo das Kind wohl oft erst im Religionsunterrichte-von vielen Ceremonieir Kunde erhält, und wieder aus andern, deren strenge Beobachtung alles Herkömmlichen dem Kinde eine vielleicht etwas freisinnige Aeußerung sehr auffallend macht. Es wird unter den jetzigen Verhältnissen freilich eine große Umsicht und Gewandtheit der Lehrer erfordert, die man ihnen aber auch mit vollem Rechte beilegen darf.— Ebenso wirkte die Privatanstalt des Herrn Sachs auf eine sehr vorzügliche Weise, und nicht minder die nun noch bestehende und blühende des Herrn v. Weil, die sich ebenfalls der vollen unparteiischen Anerkennung aller Claffcn erfreut. — Mit dem Philantropin verband sich bald (im I. 1815) das Institut der sabbathlichen Andachtstunde, veranlaßt durch Hrn. Johlson, der nicht blos selbst, mit dem Director Hrn. N. Heß, die Predigten hielt und noch, abwechselnd mit den später Hiuzugckommencn hält, sondern auch durch sein mit sorgfältiger Huswahl unternommenes und, wie der Vergleich mit den Quellen leicht lehret, durch vielfache eigene Verbesserungen wcrthvolles Gesangbuch diese Erbauung sehr beförderte. Es lag in den schroff einander entgegcnstehendcn Ansichten, daß, sobald für die eine neu auftauchende etwas Befriedigendes geleistet werden sollte, auch nicht gerade sehr darauf gesehen wurde, cs in dem das Alte zur Grundlage nehmenden und sich an dasselbe anschmicgenden Sinne zu unternehmen. War und ist ja auch diese Erbauung eine ganz neben dem öffentlichen Gottesdienste einhergchende Einrichtung, und wenn sie daher auch die, nach der jetzigen Ausbildung des Judenthums, mit Recht nothwendige selbsttätige Mitwirkung der Gemeinde beim Gottesdienste entbehrt, indem das eigentliche Gebet blos vom Prediger gesprochen wird, die Gesänge aber, nach unfern Gewohnheiten wenigstens — was der Protestant dabei fühlt, wissen wir nicht —, kein voller Erguß des betenden Herzens sein können, das sich noch weit eher in eine still gesprochene, wenn auch vorgcschricbene, Formel versenkt, und sie daher weit eher für einen besonder» Chor