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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 1 · p. Seite 75

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 1
Article
Grundlehren des israelitischen Glaubens
Date
1836-01-01
Page
Seite 75 (sequence 8)
Language
German
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IV. Grundlehren des israelitischen Glaubens, 75 seiner Frömmigkeit und seiner theologischen Gelehrsamkeit unter den Nabbinen hochgeschätzten N. Ascher (gest. i. I. 1321), den wir hier im Auszuge mitthsilen, möge als Beleg dienen: ,,Liebsir Freund! Deine Anfrage hat mich, in Verlegenheit gesetzt, denn, seitdem'ich, Wt GtzttO Hülfe, in dem Falle HG, über verkommende Zweifel entscheiden zu muffen, hat noch Niemand, eine so hochwichtige Frage an mich gerichtet-. Bei den. Meisten, ja fast bei allen Jüngern, ist die Meinung herrschend, daß man qn. solche Untersuchungen nicht gehn könne, ohne sich vorher die griechische. Wiffenschs,ft angeeignet zu haben, und da sie wissen, daß mir diese Wissenschaften, fremd sind, so wenden sie sich nicht an mich, wenn, sie über die Grundlehten^ der Religion Belehrung suchen. Besonders lassen sie gegen ihren MaimonideL: höchstens da Widerspruch gelten, ryo es sich von Nituatsachen handelt; wo hingegen, die Vernunft mit eigner Krafh zu entscheiden hat, da gilt eü nach iKnfn blos, Wv. seinen^ Aristoteles am Besten inne hat, Wie dürfte ich es demnach wagen, in solchen Dingen weine eigne Meinung ans;usprechen? Um mich indessen gegen. Dich gefällig zu zeigenzumal da. ich deinen, bescheidenen Sinn und . dein eifriges Streben kenne, wist ich, dir mittheiten, was sich, mir, nach sorgfältigem Forschen, als die Grundlage der. dem, Jsra^ eliten nöthigen religiösen Gesinnungen, herausgestellt. hat, wobei ich jedoch, aus schon besagten Gründen, jeder Polemik gegM W^monides auszuweichen, suchen werde; um so mehr, da er Jeden, der nicht das. Glück- Hat,, auf. sein, System einzu-. Mn, für einen Ketzer, einen Freigeist erklärt- Wer dürfte, es da, wagen, sich demselben, prüfend zu nähern?. Nur eine) gleichsam präjudicelle Bemerkung werdeich mir erlauben, über deren Werth ich. dir zu., urtheilen heimstelle. MaimonideL ge-, steht selbst, daß er seine GsaubenggxUkel, nicht durch Ueberlieferung von MoseS her überkommen habe;, in. der h. S. sind sie ebenfalls nicht deutlich ausgesprochen; auch, haben sie. so wenig allgemein gefunden, daß sogar dic> Saducäer mehre darunter bezweifeln:, was. berechtigt ihn. demnach, auf ewige Zeiten der Lehre einen Zusatz beizufügen, und die Annahme von Sätzen-, die er durch seine, freilich höch.st> ausgezeichneten, Geistesgaben eMiMn oder aus Bjbelf stellen herseleitet, allen Israeliten als Glaubenspflichten au^

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