Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 1
- Article
- Grundlehren des israelitischen Glaubens
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 68 (sequence 1)
- Language
- German
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rv. Gnindlehreir ds israelitischen Glaubens. (Fortsetzung) Z. 12« Die Anerkennung eines unendlichen Urhebers aller Dinge, der das Menschengeschlecht regiert und den Jsral eliten durch Moses besondere Gesetze offenbart hat, ist k eine unerläßliche Grundlage des religiösen Lebens für je-! den Israeliten. Keine Ritualhandlung hat einen religiösen Werth, wenn sie nicht in der Absicht/ durch sie den göttlichen Willen zu vollziehen, ausgeübt wird; denn innere Frömmigkeit ist der Zweck aller äußern Religionsgebote, da Gott Nichts weiter von uns verlangt, als daß wir durch die Verehrung seines Namens zur Tugend und zur Glückseligkeit gelangen (Deuteron. 10,12 u. 13), und darum nicht etwa blos auf das Aeußere sieht, sons dern die Herzen prüft und die Nieren durchforscht (Jeremias 17, 10). Findet sich auch in dem Talmud eine Meinung, die übrigens nicht befolgt wird, daß eine ausgeübte Ritualhandlung auch dann Gültigkeit habe, wenn man sie nicht in einem religiösen Sinne vollzogen hat, so ist Dies doch nur für Personen, die sich zu derselben verpflichtet glauben und durch das gedankenlos Ausgeübte von der Wiederholung der Handlung dispensirt zu sein wünschen. In der Regel hingegen verlangen die Talmu-! Listen, daß jeder Ritualhandlung ein Segenspruch vor-; angehe, damit sie mit frommer Gemüthsstimmung ausgeübt werde. Es wäre überflüssig, mit größerer AuS-