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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 455

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Marokko [Nachricht]
Date
1835-01-01
Page
Seite 455 (sequence 4)
Language
German
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>N ach r ich t. e n. 455 schon blühen ans den Höhen und in den Thälern jenes Gebirges mehre Judendörfcr, deren Bewohner glücklicher und sicherer leben als ihre unter den mistgünstigen Mauren lebenden Glaubensgenossen." — „Da die Mannschaft der im I. 1828 von den Marokkanern gekaperten Handelsbrigg il Velvoo auf Befehl des Sultans von Rabat nach Mequinez geführt worden war, und hier bei den Juden einquarticrt, unter denselben eine menschenfreundliche Behandlung erfahren hatte, so schickten die Delegaten dem Vorsteher der Gemeinde, im Namen Sr. k. k. Maj., ein Geschenk an Tuch, Leinwand, Zucker und Geld, mit dem Aufträge, diese Gaben unter die Eigenthümer jener Häuser zu vertheilen, in welche unsre unglücklichen Landsleute ausgenommen worden waren." — „Der Judentribnt (Kestert) in den vorzüglichsten Städten des Reiches beträgt jährlich 7853'/, Piaster (15,492 fl. C.M.), und ist auf die einzelnen Gemeinden vertheilt, wie folgt: Tanger 666'/,, Tetuan 1666'/,, Mequinez 666'/,, Fez 1000, Marokko 1000, Rabat 1000, Mogodor 1333'/,, Alkassar 133'/,, Azila 66'/,, Larasch 186'/,, Azamor 133'/, Piaster. Der Tribut der in andern marokkanischen Städten lebenden Juden ist wegen ihrer geringen Zahl unerheblich. Zwar sollte nach dem Gesetze jeder Israelit, sobald er fünfzehn Jahre alt und erwerbsfähig ist, jährlich 6/2 Piaster Kopfsteuer bezahlen; aber um Neckereien, öftere Volkszählungen und die immer wechselnden Bemessungen zu vermeiden, sind in den Städten runde Summen als Steucrquantum der Gemeinde festgesetzt worden, welches in neuerer Zeit auf die Vorstellung der Contribuenten von dem Sultan hie und da gemindert, u. z. B. in Tanger von 1000 Piaster auf 100 Ducados herabgesetzt wurde." — (Algier, 22. A u g u st). Die hiesige jüdische Bevölkerung, welche aus 8000 Seelen besteht, leidet jetzt ganz besonders durch die Cholera, welche hier wüthet. Vom 10. bis 21. August sind allein 272 Juden gestorben, was in Vergleich mit den Cholcrafällen bei der übrigen Bevölkerung unverhältnißmäßig viel ist. (Didask.) (Baiern). Dem in Dinkelsbühl erscheinenden, von S. W. Nvscnfcld, Stadt- und Districtsrabb. in Bamberg rcdigirten Zeit-

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