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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 437

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Rheinbaiern [Nachricht]
Date
1835-01-01
Page
Seite 437 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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437 Nachrichten» de» Anordnungen der Regierung im Herzen ihrer Gcmeindeglieder Eingang verschaffen, und nicht, wie bisher, zu nach-, oder vielmehr zu vorsichtig, solche Ucbelstände fortdauern lassen. Sollten sie eS auf dem Wege der Belehrung nicht vermögen, so könnte ja eine Anzeige bei der k. Negierung abhelfen. Nur damit finden die Rabbiner, wenigstens auf ihrem jetzigen Standpunkte, einigermaßen Entschuldigung, daß sie von Seiten der Inden überall nur auf Hindernisse stoßen, die zum Theil in der Starrheit blinder Anhänglichkeit an dem Alten, zum Theile in dein Jndiffercntismus der Aufgeklärtem ihren Grund haben, die auch bei uns, wie überall, für die Sache der Religion Nichts thun wollen, und kalte Vernünftelei und vorkluges Aufgcben der Hoffnung eines Besser» zeigen, da wo die gute Sache der Synagoge Gefühl und Handlung in Anspruch nimmt.— (Hohenzollern Hechingen, 14. Juni). Nach dem Publicandum vom 15. Januar d. I. bleibt es in Hinsicht auf die Verhältnisse der Israeliten in unscrm Lande bei dem älter» Rechte, bis demnächst bei dem Ablaufe ihres Schutzbricfes, nach vorausgegangenem Gutachten der Landesdeputation, dieselben durch zeitgemäße Normen festgesetzt werden sollen. Es ist wohl die Hoffnung nicht ohne Grund, daß man hier dem Beispiele der würtembergischen Regierung folgen wird, sowie man auch die Prüfung der jüdischen Theologen der dort dazu bestellten Commission unterworfen hat. (Aus dem bairischen Oberdonaukreise, 2. August). Es ist nicht zu leugnen: auf die Rabbiner und Religivnslchrer muß jetzt unsere Hoffnung gerichtet sein; denn nur durch eine von ihnen geleitete kräftige und besonnene Wirksamkeit kann Erleuchtung und Wärme ausgehen in das prachtvolle Zimmer des Reichen, der kalt und theilnahmlos sein Herz hohem Regungen verschließt, und in die niedere Hütte des Landmannes, der auf seine Weise an der Erde klebt und in seinem Furchtglanben mir durch todte Handlungen sich den Himmel zu erwerben glaubt. Auch unsre Regierung ist hiegegen nichts weniger als gleichgültig, und auf die Anstellung geprüfter Rabbiner wie Lehrer, die bald de» ganzen Elementar-, bald bloß den Religionsunterricht zu besorgen

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