Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 3
- Article
- Berlin [Nachricht]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 435 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachricht« n. 43L nung der Behörden und die Unterstützung einzelner edler Christen. Ob wohl die Anstalt verwaisten Mädchen nicht geöffnet werden wird, da doch auch sie wohl denselben Anspruch an den Wvhlthätigkcitösinn zu machen haben? . So blühe denn fort, herrliche Anstalt, und wachse in schönem Gedeihen, rufe durch dein Beispiel dir Schwcsteranstalten hervor in andern Gemeinden Israels; trage auch bei, daß unter dem Schatten der Mildthätigkcit Israel wachse in allem Guten und ein neneS gesundes religiöses Leben es durchdringe! (Nheinbaicru, Juli). Lange niedergehalten von dem Kriege, der am Ende des vorigen Jahrhunderts und im Anfänge des gegenwärtigen besonders die Rheinprvvinzen so schrecklich heimsuchte, Mangel leidend an Städten, in denen zahlreiche Judengemeinden wohnen, die eine höhere Richtung eher fasten und aufopfernd sich ihr hingcben, hatten die rheinbaierischen Juden an dem Geiste, der seit dem Ende deS vorigen Jahrhunderts in Israel erwacht war, wenig Antheil genommen, und es verblieb so Alles in dem düster» Zustande, den die Verfolgungssucht und die daraus entstandene Engherzigkeit der frühem Jahrhunderte her. vorgerufen hatte. Erst in neuerer Zeit hat die für die Bildung aller ihrem Schutze Untergebenen so sehr besorgte baierischc Regierung auch die religiösen Angelegenheiten der Juden ins Auge gefaßt, und für die Anstellung von Rabbinern gesorgt. Leider konnte sie ihre Wünsche damals (1827) nur halb ausführcn, da noch so Wenige in Baiern waren, die sich dem Studium der jüdischen Theologie mit Erfolg gewidmet hatten. Doch— und Dies muß uns besonders erfreuen — ist schon manches Gute seit dieser Zeit, auch unter diesen traurigen Auspicicn, bei uns zur Reife gekommen. Hierher rechnen wir besonders das schöne Gedeihen israelitischer Schulen. Fast überall sind solche constitutirt, deren Lehrer entweder in dem Seminare zu Kaiserslautern gleich und mit ihren christlichen College» gebildet wurden, oder doch wenigstens ein Examen über ihre Fähigkeit bestanden haben. Freilich ist noch Manches au den Lehrern zu wünschen übrig; aber die Ursache dieser Erscheinung liegt gewiß nicht, wenigstens nicht immer, darin, daß so Wenige unter ihnen innern Berus zu ihrem