Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 3
- Article
- Berlin [Nachricht]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 434 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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434 Nachrichten. weit beschränkter, aber dennoch gelingt das Werk bei rastlos fortgesetztem Streben. Man muß auch wissen, daß alle Stellen an derartigen Anstalten, außer denen der Bedienung, immer u nentgeltlich übernommen werden. — Wie wir aus dem vorliegenden Berichte (S. 29) ersehen, wurde die Anstalt den 7. Mai 1833 mit ganz geringen Mitteln eröffnet, und sie blühte nun so heran, daß, indem sie gleich Anfangs vier Knaben aufnahm, dann im Laufe des ersten Jahres noch drei hinzunahm und nun zehn Waisenknaben zur Verpflegung hat , sie nach Beendigung des ersten Jahres Nthler 2482 besaß und nun schon die Summe zu 4330 Thalern angcwachjcn 'ist, und das fernere beständige Zunehmcu durch die sich immer vergrößernde Zahl der Beitragenden, unter denen eine jährlich mit dreihundert und einer mit fünfzig Thalern vorkömmt, verbürgt ist, abgesehen von den bedeutenden außerordentlichen Beitragen, die freudig überraschen. Aber diese Gaben-, an Gelde werden fast noch überwogen von der Hingebung, welche Alle, die die Aufsicht führen, für die Anstalt beseelt. Man sieht dem ganzen Berichte an, mit welcher Wärme der Erstatter desselben , der wohl die Oberaufsicht führt, für dieses Institut, sein geliebtes Kind, das auch gewiß niemals verwaist werden wird, in allen seinen Thcilen und Einzelheiten eingenommen ist. Es werden bei Gelegenheit der Leistungen des Instituts im abgelaufenen Jahre, die durch Vermehrung der Mittel und dadurch mögliche Neubauten noch erweitert werden sollen, sehr herzliche Worte über Waisenerziehung überhaupt gesprochen und dabei die Erfahrungen vieler für diese edle Wirksamkeit begeisterter Männer benutzt. Alles wird einzig und allein auf die vollständige Ersatzleistung der Eltern hingerichtet , so daß die Kinder nicht zu gewissen Verrichtungen ganz besonders angehalten und nicht zu gewissen Geschäften abgerichtet werden, sondern nach den Geistesgaben, die Gott ihnen verlieh, ihre Bestimmung erhalten. Es ist die Aufsicht E h r e n m ü ttern anvertraut, und überwachend ist eine Vorsitzerin; durch ihre Sorgfalt wird den Verlassenen der schmerzliche Verlust jener alles Zarte in die Menschenbrust einsenkenden Elternliebe zum Theile ersetzt. Eine sehr erfreuliche Erscheinung ist auch die Ancrken-