Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 3
- Article
- Prov. Starkenburg [Nachricht]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 433 (sequence 4)
- Language
- German
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433 Nachrichten. Ucber andere Einrichtungen, die mehr das Innere betreffen, kann ich Nichts bemerken; nur muß ich wiederholt darauf Hinweisen , daß für den Gottesdienst noch gar Vieles zu wünschen übrig ist, was gerade da um so mehr bemerkbar wird, wo eben das Aeußere einigermaßen gehoben ist. — (Berlin). Von dorther kam uns den 5ten Juli „der zweite Jahresbericht über das dortige jüdische Waiscn-Erziehniigs-Jnstitut von Baruch Auerbach" (40 S. 8) z», den wir nicht ohne Rührung und ohne die innigste Verehrung lesen konnten für die Männer und Frauen, die dieser edel» Anstalt ihre Kräfte weihen, und Namentlich für den Berichterstatter selbst, der, wie wir hören, ganz allein durch sein uneigennütziges Bestreben die Gründung, und am meisten das Gedeihen der Anstalt bewirkte und noch bewirkt. Du bist doch noch nicht verwaist, v Israel; wo der schöne Sinn für das Wohl verlassener Brüder so tief im Herzen ruht, da kann auch Selbstsucht und eitle Sinneslust noch nicht so tiefe Wurzeln geschlagen haben, und da wird auch der religiöse Jndiffercntismns, der ja meist in diesen beiden, jedes höhere Leben untergrabenden, Nebeln seinen Grund hat, keine unheilbare Krankheit sein.— Es hat au sich schon etwas Rührendes , wenn von denjenigen Wesen gesprochen wird, die der Herr nach seinem weisen Rathschlusse, durch die Wegnahme der Eltern, zu Kindern und Pfleglingen einer größeru Familie macht, wenn zarte Geschöpfe, die der mahnenden Stimme des Vaters und der liebenden Sorgfalt der Mutter entbehren müssen, uns vvrgeführt werden. Wenn nun eine Anstalt uns entgegentritt, die diesen Verwaisten gcweihet, ja geheiligt, ist; wenn in ihr ein so zarter Ersatz für den traurigsten Verlust des jungen Menschen, so viel cs Menschenkräften möglich ist, geboten wird; wenn eine solche warme Theilnahme daran sich in allen Kreisen zeiget: da freuen wir uns auch in dem Bewußtsein unsrer edlen menschlichen Natur. — Es hat niemals unter Israel an löblichen und wohlthätigen Einrichtungen gefehlt; aber mit der Zunahme der Bildung wurden auch die Anstalten mit einem solchen Geiste der Huma- .nitätj dem sich eine klarere Einsicht in die Bedürfnisse zngesellte, geführt, wie nicht leicht außerhalb.. Die, Mittel sind gewöhnlich