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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 356

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Der Kampf christlicher Theologen gegen die bürgerliche Gleichstellung der Juden
Date
1835-01-01
Page
Seite 356 (sequence 17)
Language
German
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L56 IV. Der Kampf christlicher Theologe« net! Dann aber statte man ja mit gerührtem Herzen seinen Dank gegen den Philosophen Kant ab. Von ihm nämlich rührt eine ziemlich willkührliche Unterscheidung zwischen Deismus und Theismus her, wo dann ersterer bedeuten soll — die Annahme einer bloßen ersten Ursache aller Dinge, wo Gott zu einem Begriffe einschrumpfen könnte, der zweite aber den Glauben an einen persönlichen, freiwaltenden Gott bezeichnet. Als nun nach diesen beiden Annahmen die Religionen getheilt werden soll, ten, da nahmen die Christen den Theismus für sich und überlaffen den Deismus den Juden, und da sie nun meinen, auch im Reiche der Gedanken dieselbe Herrschergewalt zu besitzen, wie im Reiche der Rechtevertheilung, reden sie sich ein, nun nagten die Juden wirklich schon an dem kahlen Begriffe des Deismus» Daraus werden dann sogleich mit der bekannten Logik Folgerungen gezogen: wer nicht Theist ist, hat keine Religion und keine Moral und verdient gewiß nicht, emancipirt zu werden; — Schlüffe, welchen freilich weiter Nichts, als alle Begründung fehlt, die wir aber hier gar nicht einmal zu untersuchen haben- —- Also mit einer solchen - Verkehrtheit - Unredlichkeit, und Partheilichkeit, mit einer solchen Unkenntniß aller Verhältnisse, mit- Jgnorixung der VoHeit-/inr Christenthume und der Gegenwart im Judenthume verfährt man, und hat dennoch dis Stirne, sich vorurtheilsfrei, freisinnig ünd redlich zu nennen? Ich sage nicht, Häff l Dies christliches Verfahren ist, obgleich die Venennüngsehr nahe liegt; ich sage nicht, daß Dies Mundfrüm-

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