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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 308

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Die wissenschaftliche Ausbildung des Judenthums in den zwei ersten Jahrhunderten der zweiten Jahrtausends bis zum Auftreten des Maimonides
Date
1835-01-01
Page
Seite 308 (sequence 2)
Language
German
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308 H. Die zwei ersten Jahrhunderte daher später die Folgerungen aus den Behauptungen deS Maimonides als entschieden ungläubige betrachtet wurden und zu einer Selbstopferung des Verstandes selbst diejenigen nöthigten, die sich nicht mit unbegründeten, starrgläubigen Annahmen begnügten: so war bis jetzt noch nicht ein so entschiedener Versuch gemacht worden; man hatte noch immer den Kampf zwischen Philosophie und dem damaligen Judenthume als einen wohl zu vermittelnden betrachtet, seine Schlichtung noch nicht völlig unternommen, blos hie und da eine Seite berührt und sie mit Glück behandelt. — So konnte also diese geistige Mystik, die ja wieder blos philosophischer Geister Antheil war, keinen weiten Raum unter diesen gewinnen, und man ließ daher eine noch nicht ganz und noch nicht Alles durchdringende Verstandesfreiheit und gläubige Anerkennung des Ueberlieferten neben einander in sich walten. Unglaubliche Dienste leistete hiefür die eben so oft der Mystik dienende uralte Astrologie, da sie gerade eine vech lig natürliche Uebersiedlung in das Gebiet des Unendlichen möglich machte?) Und so zeigt sich uns jetzt der geistreiche, feurige, witzspruvelnde und Vielseitige, bald freisinnig kühne, bald aber auch ganz den Vorurtheilen der Zeit huldigende und daher in sich selbst und in seinen Aeußerungen höchst unklare Abraham ben Meir Ebn Esra. Einer angesehenen Dichterfamilie entsprossen, daher frühzeitig in Sprachstudien eingeweiht, jüngerer Zeitgenosse Juda Levi's und in genauer sowohl verwandtschaftlicher als in andrer Berührung mit ihm, tritt er zuerst *) Vergleiche auch die Richtung des spätern Levi beuG erschau

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