Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 2
- Article
- Vom Rhein [Nachricht]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 282 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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282 Nachrichten aus der Synagoge. sind aber bis jetzt, wie es scheint, über diesen Punkt noch nicht recht klar geworden; sie meinen, man sollte wohl Manches als Vorurtheil betrachten, aber doch äußerlich sich, soviel wie möglich, ans Alte anklammern; sie meinen, in der neuen Richtung sei der Kampf nicht ein wahrhaft religiöser, eben weil alle unsre religiösen Gefühle keine Nahrung an vielen Instituten finden, ja durch sie zurückgedrängt werden, sondern er sei ein verstand es mäßiger, der wohl gegen manches Unverständige sich auslehne; sie meinen, die jüdische Religion und das bestehende Judcnthum seien im Grunde eines und dasselbe, und sie könnten zwar gegen dieses, das mit jener einerlei sei, sich auflehncn, aber der Rabbiner, der doch jene in sich tragen und erhalten müsse, müsse auch an diesem festhalten-. Er ist das stellvertretende Sühnopfer für sie auf diese Weise. Diese Idee ist zwar nicht klar in ihnen, steht aber doch im Hintergründe; wäre sie klar, so würden sie freilich das Irrige derselben einsehen. — (Birkenfeld 27. Mai.) Gestern verließ uns unser Hr. Landesrabbiner Felsenstein, um seine Stelle als Provinzialrabbiner in Hanau anzutrcten, woselbst er am ersten Tage des Wochenfestes, den 3. Juni, seine Antrittsrede halte» wird. (Gallizien.) Nach einer im Januar von Golinski dem Erzherzog Ferdinand Este, Gouverneur von Gallizien, gewidmeten statistischen Uebersicht dieses Landes, befinden sich jetzt hier unter 4,376,744 Einwohnern 247,196 Juden. (B. f. l. U.) (Frankreich.) Schon im vorigen Jahre hatte der Hr. Consistorkalrabbiner, Baruch Guggenheim zu Nancy bei dem Ministerium den Antrag gemacht, daß in seinem Departement der, dem Gesetze nach einer jeden bedeutenderen Strecke zukommende, zweite Rabbiner eingesetzt werden möge, wozu er einen jungen Mann, Hrn. Moses Türkheim aus Mutzig bei Straßburg, der seine Studien in Frankfurt a. M. gemacht