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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 2 · p. Seite 281

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 2
Article
Vom Rhein [Nachricht]
Date
1835-01-01
Page
Seite 281 (sequence 1)
Language
German
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Nachrichten aus der Synagoge. 2Ät ches andre bcherzigungswerthe Wort angeknüpft, und dann wird mit folgenden Worte» geschlossen: „Mit dieser Schule ist noch die Einrichtung getroffen worden, daß jeden Samstag eine Stunde dem öffentlichen Religionsunterrichte gewidmet werden soll, wo die Besuchenden durch Absingen deutscher Choralgesange und Anhören einer passenden kleinen deutschen Rede dem Ewigen zu Ehren erbaut werden sollen... Und so wollen wir fortfahren zu bauen, und der allmächtige Vater im Himmel schaue gnädig auf uns herab und verleihe uns sei, nen Segen." Mit diesem Wunsche und dem andern, daß solche Anstalten noch in andern Gemeinden Israels recht viele Nachahmung finden mögen, schließen auch wir diesen Bericht. (Vom Rhein 19 Juny.) Mir scheint die Anforderung, die man an die jetzt auftretenden Geistlichen macht, das Wohlwollen aller Thcile in sich zu vereinigen, abgesehn davon, daß sie eine unmöglich zu befriedigende ist, auch zugleich eine ungerechte zu sein, da man ja gerade diejenige Eigenschaft, welche die wesentlichste für diesen Stand ist, in ihnen nicht wünscht; diese Eigenschaft aber ist, daß sic vom Eifer für die rein relis giöse Idee des Judcnthums, die sosehr durch die Starrheit der Formen niedergedrückt ist und oft nur durch die Zerbrechung dieses zeitlichen Gefäßes in ihrem vollen strahlenden Glanze wieder hergestellt werden kann, beseelt seien. Lebt dieser Eifer in ihnen; wollen sie ihre vom Geiste eingegebene Ansicht durch Wort oder That verwirklichen — natürlich mit Besonnenheit und Umsicht: — so ist es nicht möglich, daß die Formgläubigen ihnen vollen Beifall schenken. Handeln sie aber nicht auf diese Weise, so ist Dies entweder Gleichgültigkeit gegen die heilige Sache des ächten Judenthums oder Heuchelei; und diese sollten die Gemeinden verlangen können? Ich würde niemals einem solchen Manne meine Zustimmung geben können; lieber ist mir ein Mann, der noch im Geiste der alten Zeit lebt und darnach wirkt, als ein Mann, der seinem Verstände nach dem Geiste des lebendigen Judenthums huldigt, aber im Herzen nicht davon ergriffen ist und der Wirksamkeit nach ihn nicht durchschimmern läßt. Die Gemeinden in Israel

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