Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 2
- Article
- Baden [Nachricht]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 273 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachrichten aus der Synagoge. 27 A jenen unter Anderm auch dadurch, daß sie besonder« Abgaben zu entrichten hatten. Jetzt sind, alle Bürger, als gleich erklärt/ sie haben gleiche Rechte, und tragen gleiche Lasten; da aber, nach dem Ausspruche der Stände , die neue Gemeindeordnung auf Juden keine Anwendung findet, so besteht unter ihnen oben genannter Unterschied noch fort, , und es wurden von denen/ die Schutzbürger waren, die frühem Abgaben gefordert. Nun hat aber der Großherzog, ohne die Stände zu fragen, diese- Abgabe aufgehoben (man muß dieses aber nicht mit dem Schutz? gelbe, das die Juden als solche früher zu entrichten. hatten,- verwechseln., indem solches schon unter Carl Friedrich, geseg-- rieten Andenkens, 1809 aufgehoben wurde), und soll sich bereit erklärt haben, wenn es Anstand finden sollte, eine Ablösungssumme aus seiner Privatkasse herzugeben, — Ferner hat der Großherzog beschlossen, daß das Gesetz, daß die Heimathlosen, z. B, uneheliche Kinder, von der Staatskasse er? halten werden, auch auf die Juden ausgedehnt - werde. Beide Gesetze werden schon in Ausübung gebracht..— . Endlich sollen,.nach dem von der. Regierung den Ständen. vorgclegten Schulgesetze, auch die jüdischen Lehrer einen Theil ihrer Besoldung aus der Staatskasse erhalten. Wahrscheinlich werden, - eS die Stände bewilligen. Es sind auch diesmal wieder sehr zweckmäßige Petitionen - für die bürgerliche. Gleichstellung, eine entworfen von Herrn. Adolph Zimmern in Heidelberg, eine andere vom Emancipations- . vereine den Ständen überreicht worden. Ob aber unsre Kammer wegen der so wichtigen Zollfrage hieran kommen werde, ist. zu bezweifeln;, sollte die Sache aber Vorkommen-, so ist man berechtigt zu vermuthen, daß das Derhältniß in demselben Maaße gegen 1833 sich günstiger stelle, als es damals gegen. . 1831 sich gezeigt hatte. Von unserm religiösen Leben läßt sich freilich nicht so Vieles sagen.. Man glaubt schon gute Erfolge von der Wirksamkeit, der neu gewählten Synagogenvorsteher zu bemerken — Von unfern Oberrathsmitgliedern ist ein sehr würdiges, Herr Traumann. in. Schwetzingen, mit Tode abgcgangen; möge ein