Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 2
- Article
- Cleve [Nachricht]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 270 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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270 Nachrichten aus der Synagoge. damals königlichen Generalcassirers der beiden elsäßischen De« partements sich ein Comite gebildet, dessen Zweck die Abschaffung des 2. Feiertags war. Sie gaben eine Vorstellung an Hm. Guggenheimcr ein; dieser jedoch fand es für gut, in der Synagoge öffentlich gegen diesen Antrag zu sprechen, und alle seine Kräfte für die Auflösung dieses Vereines aufzubieten. — Zu gleicher Zeit mit dem Eintritte des Hrn. Aron kn das hiesige Rabbinat, ist unsere neue Synagoge vollendet worden, und durch das darin angeordnete Chor von Knaben gewinnt der Gottesdienst an Feierlichkeit und Würde. Der Lrsvä-Ilobdia hält jede 14 Tage Samstags eine deutsche und an politischen Festtagen eine französische Predigt. Auch die anfangs Widerstrebenden gewöhnen sich allmälig an dieses Institut, und Viele sind bereits damit versöhnt. — Herr Aron hat beim Antritte seines Amtes einen Hirtenbrief (französisch und deutsch 20 S. 4) an die Rabbiner und Gläubigen seiner Circonscription (Sprengel) ergehen lassen, in welchem sich wahre Frömmigkeit, innige Anhänglichkeit an der väterlichen Religion, eine klare Auffassung des jetzigen Gegensatzes zwischen den Hyperorthodorcn und den Uebcrneuen unserer Zeit, und ein sicheres Bewußtsein von der Schwierigkeit des Rabbinats, diesen Partheicn gegenüber, und den Mitteln für die Ausgleichung dieser beiden Richtungen beurkundet. Tüchtiger Schulunterricht, Aufmunterung zur Arbeit, tiefes Erfassen deS geistlichen Berufes als Hirte des Volkes und Diener der Religion, kräftige Verbreitung des göttlichen Wortes, das sind ihm die Grundpfeiler, worauf sich ein Gebäude für das neue Israel zum Heile und Frommen seiner Religion aufführen läßt. — Da solche Schriften selten den Kreis, an den sie unmittelbar gerichtet sind, überschreiten, so bin ich so frei, Ihnen einige Auszüge ans dieser Delir« xo8ter»Ie mitzutheilcn. Nachdem Herr Aron von den Verächtern des väterlichen Glaubens gesprochen, wendet er sich andrerseits zu denjenigen, die das Licht der Wissenschaft strenge vermeiden, und redet die Brüder seines Sprengels so an: »Meiden Sie den Weg jener andern Israeliten, deren blinder Glaube das gegenwärtige Ge-