Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 2
- Article
- Frankfurt [Nachricht]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 252 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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252 Nachrichten aus der Synagoge. erfreuen sich die Juden im Königreich Würtcmbcrg eines vortrefflich organisirten Synagogen- und Schulwesens, das als Muster der Nachahmung.ausgestellt zu werden verdient. — Die französische Bibelübersetzung des Hrn. Cahen verdient sehr eine größere Verbreitung, besonders wegen einer Reihe sehr wichtiger Abhandlungen, die dem Werke beigefügt sind, und über welche ich mir, mit Ihrer Erlanbniß, eine ausführlichere Mitthcilung Vorbehalte. — Die Schrift des Hrn. "Dr. Frcistadt über die Vergleichung der Cabbalistischcn Philosophie mit dem Pantheismus ist sehr wichtig und berechtigt zu den schönsten Erwartungen von dem Flciße des jungen Verfassers, der auch schon in einer Schrift gegen Vnchholz als ein warmer Verfechter seiner Glaubensbrüder ausgetreten ist. — Hier in Frankfurt fehlt cs jetzt auch nicht an nützlicher Regsamkeit. Viele wackere Rabbinatscandidaten, die ihre akademischen Studien absolvirt haben, finden hier Unterkommen und Muße zur Fortbildung. Mehrere derselben haben uns den verflossenen Winter durch gehaltvolle Reden im Andachtssaal erfreut, die nichts vermissen ließen, als eine bestimmtere Richtung auf das, was uns als Israeliten besonders Noth thut. Dies hat in mir den Wunsch erzeugt, daß Ihre Zeitschrift in jedem Heft einige israelitische Predigtcntwürfe, als Aufgaben zur Lösung, enthalten möge; die dazu erforderliche Arbeit werde ich, wenn Sie es wünschen, gerne übernehmen. — Hr. Abr. Tendlan hat sich durch sein Erbauungsbuch: Die Pforten des Himmels, um die religiöse Bildung der Juden recht verdient gemacht; es werden aber noch vielleicht Jahre darauf gehn, bis unsre Frauen und Mädchen sich gewöhnen, die modernen Erbauungsbücher mit demselben frommen Eifer zu lesen, wie unsre gottesfürchtigcn Mütter ihre Thechinoth und das Zeena urecna. Es ist in dieser Beziehung Vieles versäumt worden, was die Rabbiner nur mit großer Mühe wieder gut machen können. — Die Bibelübersetzung des Hrn. Johlson wird endlich fortgesetzt, und die Vorrede zu den frühern Propheten wird in einigen besonder« Abdrücken verbreitet werden. — Die verbesserte Concordanz aus dem Nachlasse des