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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 2 · p. Seite 226

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 2
Article
Jüdisches Schulwesen [Rezension]
Date
1835-01-01
Page
Seite 226 (sequence 3)
Language
German
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226 R e c e n s i o n e n. zugestutzten Kleidern paffen, und mochte auch die ungeschickte Bewegung in denselben die komischsten Scenen erzeugen: die Armen merkten das nicht.— Auch war in ihnen das Selbstgefühl nur so weit wieder erwacht, daß sie den Hohn und die Schmach, mit welcher die Grausamkeit ihrer Unterdrücker sie brandmarkte, empfanden, und da man sie durch unwürdige Behandlung auch wirklich in hohem Grade entwürdigt hatte, und sich also jenes Bewußtsein der eigenen Versunkenheit mit dem Gefühle des Unrechts und der Verachtung, die man erduldete, vereinigte, so schämten sich die Unglücklichen der Verfolgungen, welche Andere gegen sie richteten, und glaubten das einzige Mittel, die Schmach abzulenken, sei die Ablegung und Verläugnung aller Zeichen und Merkmale, an denen der Sclave erkannt werden könnte. Statt durch das Geklirre der Ketten, mit welchen die Grausamkeit ihrer Feinde sie belastet und niedergehalten hatte, die Stimme der Gerechtigkeit zu wecken-, glaubten die Gedrückten sie verbergen zu müssen. — Aber die Zeiten haben sich geändert. So wie allmälig die Last des auf uns ruhenden Druckes sich vermindert hat, und wie wir mit aller Anstrengung schon manche Spur der erduldeten Unbill hinweggewischt: so kehrte auch das, von innerer sittlicher Kraft zeugende, Bewußtsein! unserer Würde als Menschen und als Israeliten in seiner ganzen Stärke wieder, und vorüber ist die Periode der blinden Nachahmung und der, nur nach Gefallen strebenden, Anbequemung. Wie wir nach Außen alle Folgen des Unrechts, das uns getroffen, und alle Zeichen seines verderblichen Einflusses gar nicht zu verbergen bemüht sind/ sondern gerne recht deutlich jauf sie Hinweisen, um die '4

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