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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 1 · p. Seite 137

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 1
Article
Baden [Nachricht]
Date
1835-01-01
Page
Seite 137 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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137 Nachrichten aus der Synagoge. Verdienste übersteige, um so mehr als bei diesem Kampfe um Freiheit, nicht wie bei andern ähnlichen, gar keine Gefahr einmal sei, fügt er hinzu: „Nicht durch äußern Erfolg, nicht durch Aufopferung habe ich einen Anspruch auf Ihre Hochachtung, auf Ihren Dank erworben. Ihre Gabe ist eine Gabe der Liebe, die nicht nach dem Erfolge fragt und nicht nach der Aufopferung, nur nach dem Willen und nach der Aufrichtigkeit. Und durch Ihre Anerkennung ist mir zur klaren Ueberzeugung geworden, was ich immer empfand, wie auch der Wille seinen Werth hat. Es gilbt Gebiete, wo der recht geführte Kampf schon der bessere Theil des Sieges ist. Das Ringen um Recht und Freiheit ist nicht wie ein Rii»- gen um äußeres Gut, wo nur das Errungene Werth hat; es ist ein sittlicher Kampf, wo der bessere Theil des Sieges im Geiste und in der Ueberzeugung erfochten wird. Wer hier die Gesinnung edler Gemüther gewinnt, der darf sich des schönsten Gewinnes rühmen, wenn auch der Widerstand der Unedlen den Kampfpreis noch lange vorenthaltcn mag. Der Sinn und die Bedeutung der Freiheit ist die Würde des Menschen; wird diese im Kampfe behauptet , so ist der höhere Preis errungen. Nur dem ist die Freiheit ganz und unwiderruflich geraubt, der an seinem Rechte daran irre geworden ist, dessen Seele die Knechtschaft erfaßt hat, daß er nicht mehr kämpft um die Freiheit, daß er ihr niedere Güter vorzieht, daß er verzweifelt an ihrem Siege. Darzulegen, wie das Bewußtsein der Freiheit dem Druck der Jahrtausende nicht gewichen ist, wie keine Knechtschaft es zu vertilgen, wie kein verjährtes Unrecht den sittlichen Gedanken des Rechtes zu schmälern vermag, das ist unsre erste Aufgabe; dem Gedanken äußerer Anerkennung, dem Willen den. Sieg zu erringen, das ist die zweite. Auf dem Gebiete des einen Strebens ist das Wort allmächtig und der Wille; auf dem des andern vermag das Wort wenig und der beste Wille Nichts; hier wird meist mit Kräften gestritten, die. unserer Sache seit Jahrtausenden abgehn." Später fährt er fort: „Es gab eine Zeit, wo die Liebe unsrer guten Sache nicht minder als 1V

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