Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 1 · p. Seite 96

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 1
Article
Über die synagogische Zulässigkeit und Einrichtung der Confirmation
Date
1835-01-01
Page
Seite 96 (sequence 29)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2929020-2929021-2929023-2929088--0112-2929237
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

W Über die synagogische Zulässigkeit rc. firmationstag Israels am Sinai. Auch begünstigt die Jahreszeit alsdann die Theilnahme der in entfernter« Filialen wohnenden Verwandten der Confirmirten. Jedoch wären für Verhinderungsfälle des Geistlichen, der selten einen Stellvertretenden hat, auch die auf dieses Fest folgenden Sabbathe zuzulassen, da im Grunde jeder Sabbath zulässig ist. Dieserhalb mag auch in den übngen Gemeinden die Confirmationszeit von der Dahinkunft des Rabbinen abhängen. B. Wer sollte confirmiren? Wirkungslos und herabgewürdigt wird die Sache, wenn jeder Privat- und Schullehrer, jeder Halbgelehrte confirmirt. Aber es hat nicht jede Synagoge, oft nicht ein ganzes Land, einen zur Confirmirung fähigen Rabbinen. Es sollte daher nur der würdige Gemeinde- Religionslehrer, oder der Rabbiner in seinem Bezirke dazu autorisirt sein. Wichtig ist es, nicht in einer Gemeinde, auch nicht von einem und demselben Geistlichen zwei Mal in einem Jahre confirmiren zu lassen. Durch die öftere Wiederkehr der Handlung wird, zumal da es immer nur eine geringe Anzahl von Confirmanden ist, der Eindruck, das Feierliche und Erbauende geschwächt, das Interesse des Redners selbst vermindert und sein Redestoff bald erschöpft. Es ist dies nicht mit den Gebeten und Thora-Vorlesungen zu vergleichen, welche wesentliche Institutionen der Synagoge sind, und nicht erst durch salbungs- und gefühlvolle Reden feierlich und wirksam gemacht zu werden brauchen, übrigens durch öftere Wiederholung ebenwohl in ihrer Wirksamkeit genug beeinträchtig^ sind. Ilr. Herxheimer.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.