Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über die synagogische Zulässigkeit und Einrichtung der Confirmation
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 93 (sequence 26)
- Language
- German
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und Einrichtung der Confirmation. 93 scheinen. Die Segensformel selbst sei durchaus das stehende Segenswort ייברכך u. s. w., und keine verhinderlichen, und dadurch der eigenthümlichen Weihe entkehrenden Sprüche. Eine etwaige Einwendung, daß der Confirmirende, der kein Priester ist, solche Segnung mit Händeaufiegung nicht verrichten dürfe, wegen זר 7א ישא את נ21יו/ bedarf wohl keiner Widerlegung. Es wird die Feier der Confirmation erhebender und eindrucksvoller machen, wenn man sie mit geeignetem Chorgesange, Gebet und Rede beginnt und schließt, und die ganze Handlung gewinnt an Einheit, wenn die drei Hauptstücke, woraus sie besteht, Prüfung, Gelübde und Einsegnung, durch die Rede in Verbindung gesetzt, auch der Rede selbst ein Hauptsatz und ein Text zum Grunde gelegt werden. Nicht nutzlos ist es gewiß auch und oft von gesegnetem Erfolg, wenn der Confirmirende zum Schlüsse jedem Confirmirten einen Bibelspruch oder Liedervers zum Begleiter mitgiebt auf den Lebensweg, und zwar einen solchen, der sich auf dessen Individualität, Lebensverhältnisse und Beruf ziehet. Zu den hiezu sich eignenden Bibelversen gehören: Job. 16, 19.1. B. Mos. 17, 1. Kap. 39, 9. Ps. 4, 6. Kap. 16, 8. Kap. 3S, 10. Kap. 37, 35. 37. Kap. 51,13—14. Kap. 73, 38. Kap. 111, 10. Kap. 119, 105. 106. Spr. Sal. 5, 11—14. Kap. 13, 33. Kap. 30, 34, so wie die meisterhaft gewählten in Dr. Salomon's Confirmationsreden. — Die Knaben alsbald nach beendigter Confirmativn zur Thora aufzurufen, nöchte nicht unzweckmäßig sein.