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Menorah · 1932-09-01 · Heft 9-10 (September 1932) · p. Seite 376

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
10 (1932)
Issue
Heft 9-10 (September 1932)
Article
Isaak Pinieff
Date
1932-09-01
Page
Seite 376 (sequence 14)
Language
German
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376 MENORAH Bergmann: Ein (guter Journalist muß alles wissen. Nelson: Ich darf nicht Stellung nehmen, aber ich war stets ein Freund aktiver Männer und daher steht mir eure Organisation nahe, obwohl ich ihr nicht als Mitglied angehöre, — es sei denn, ihr werdet mich mit der Zeit zum Ehrenmitglied ernennen. Ihr habt einen Kampf begonnen, der vermieden werden muß. Meiner Meinung nach ist es ein Bruderkampf, der der Gesamtorganisation keinen Nutzen bringen wird. Deshalb erachtete ich es meine Pflicht, Stellung zu nehmen und mit den Führern Fühlung zu suchen. Und ich muß sagen — ich fand die Führer in sehr friedlicher Stimmung. Ganz unerwartet. Sie ließen mit sich reden. Sie sehen ein, was dieser Kampf für die Gesamtorganisation bedeutet, und sind aufrichtig bestrebt, ihn zu vermeiden . . . (Er läßt seine Blicke von einem zum anderen gehen, um die Wirkung seiner Worte abzuwarten.) Pinie ff: Sie sehen sich wohl um, ob niemand lacht? Bergmann: O nein, warum denn? Das ist sehr interessant. Shaps: Ich lache durchaus nicht — ich bin sehr gespannt. Sälverstein: Das bedeutet also, daß die Herren einige Konzessionen machen wollen . . . Nelso n: Sehr große sogar! Ihr übt an ihrer Tätigkeit Kritik. Euerer Meinung nach tut die oberste Exekutive nicht ihre Pflicht, ist lässig in ihrer Arbeit, spielt eine Arbeitergruppe gegen die andere aus, organisiert nicht die Arbeiter der Großindustrie und so weiter und so weiter. Die Exekutive macht euch daher das Angebot, ihr beizutreten und an der Leitung, der Organisationsarbeit und den anderen Pflichten teilzunehmen. Pinie ff: Hm! ... Bergmann: Hm! Hm! Shaps: Das läßt sich immerhin hören! Sil ver stein: Nicht unterbrechen! Wie lautet also der Vorschlag? Nelson: Vier Sitze in der General-Exekutive. Sh'<ap(9 (als ob er seinen Ohren nicht traute): Was?! Silv er stein: Zu schön, um wahr zu sein. Nelson: Es ist so, wie ich sage. Bergmann: Wenn das wahr sein sollte — — — Nelson: Es ist wahr. Bergmann: Ich wollte sagen — wenn das wahr sein sollte, müssen wir es wohl überlegen. Nelson: Was haben Sie noch zu überlegen? Bergmann: Man muß sich darüber klar werden, was hinter diesem Vorschlag steckt. Nelson: Gar nichts. Dafür garantiere ich. Bergmann: Was sagen Sie, PiniefT? Pin i e f f: Ich höre und staune. Silver stein: Ist .es nicht wirklich erstaunlich, wie schnell sie umgefallen sind? Pinie ff: Nein, erstaunlich ist nur, wie schnell ihr umgefallen seid. Shap s: Wir? Pinief f: Was bedeuten unsere vier Leute in einer Exekutive von fünfzehn Personen?

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