Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 10 (1932)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1932)
- Article
- Isaak Pinieff
- Date
- 1932-09-01
- Page
- Seite 364 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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36 4 MENORAH sozialistischen Genossen können sich diesen Vorschlag, den sie nicht begreifen, nur damit erklären, dal.» Pinieff ein Provokateur sei. Darin werden sie von einem Konjunklurcharaktcr, dem Journalisten Nelson, bestärkt und verweigern PiniefT ihre Unterstützung. Er sucht seine Absichten allein zu verwirklichen, wird verhaftet und nach Amerika abgeschoben. Dort spielt der grandiose dritte Akt, der die Idee des Dramas wuchtig steigernd ein eindringliches Charakterbild der amerikanischen Arbeiterbewegung und ihrer Führer zeichnet. Den Abschluß der Tragödie bildet Pinieffs Wirken im „Land der Zukunft", im revolutionären Sowjetrußland. Dort fordert die Reinheit der Idee Blut, immer wieder Blut. Und PiniefT erkennt schaudernd, daß eine Idee zu leben — Liebe erfordert. Die Redaktion, DRITTER Im Lau d e d er unbegren Unmögli Perso nen: Issak PiniefT Schifre Kunin Nelson, Journalist Bergmann Shaps Silberstein Lunin Drei Detektive AUFZUG z t e n Möglichkeiten und h k e i t e n. Traumgestatte n: Der Boss Der Arbeiterführer Fünf Arbeiter Der Streikbrecher Der Gangster Der Journalist (Nelson) Der Alte New York 1916. Schlafzimmer in einer Mietwohnung. Rechts die Eingangstür, links zwei Fenster, deren Vorhänge geschlossen sind. Durch den schmalen Spalt zwischen den Stores dringen die Strahlen der Mittagssonne. Vor den Fenstern ein Tisch mit Stählen. In der Hinierwand links Tür zu einem Nebenzimmer. In dem Winkel zwischen dieser Tür und der Wand rechts ein Bett, auf dem Pinieff, in eine Decke gehüllt, schläft. Er träumt. Die Gestalten seines Traumes bewegen sich auf einem plattformähnlichen Podium in der offenen Hinterwand. Sie scheinen in einen Nebel gehüllt, die Gesichter sind undeutlich. Wenn der Bühnenvorhang aufgeht, erscheint dem unruhig schlummernden Pinieff im Traum eine Gruppe Arbeiter. Sie setzen sich zur Arbeit. Was sie arbeiten, ist nicht zu erkennen, man sieht bloß die Bewegungen ihrer Hände. Die Arbeit geht lautlos vor sich. Der Boss geht umher und kontrolliert seine Leute. Der Arbeiterführer erscheint, winkt dem Boss. Der Boss geht auf ihn zu. Arbeiterführer: Viel zu tun? Boss: Ziemlich. Arbeiterführer: Große Bestellung? Boss: Geht an. Arbeiterführer: Liefertermin? Boss: Wie gew öhnlich. Arbeiterführer: Macht oOO Dollar für mich. Boss: Wofür? Arbeiterführer: Leicht zu erraten. Boss: Ich gebe nichts. A r b e i l e r f ü h rer: Wird Sie mehr kosten. Boss: Kümmert mich nicht. Arbeiterführer: Kampf?! Boss: Kampf!