Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 10 (1932)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1932)
- Article
- Die Berufskrankheiten der Juden im 17. Jahrhundert
- Date
- 1932-05-01
- Page
- 271 (sequence 2)
- Language
- German
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Hamern bedrängt Esther Szcncnh,'!,! <:i/s der .-lufführimg tlcs Schuttspie/s ,.Manlacht:i in.>l Esther' durch d,. hebräische Theater „O/jW in Tel-.-hhr. Kc^ie Halen umstehen, um ihr Flickwerk zu verkaufen, sind in elendem Ernährungzustand. liefsinnii<, finster mir! meistens mi! Krätze behaftet. Eine, besonders sehäidliehe Tätigkeit ist die, alte Matratzen wieder aufzuarbeiten. Solche Matratzen sind mit SchweiI.» und allerhand L'nreinlichkoilen durchtränkt, hei der Rearbeil ung enlsk'hl Staub, der ihnen Husten. Atembeschwerden und Krbrcchen verursacht. Solches Bettlager eines Verstorbenen, sagt Ramazzini, wird von uns zum gründlichen Hein igen gegeben. Die Juden aber, gleichsam wie Leichendiener, können bei einem solchen Geschäft oft gar nicht anders, als sich schwere Krankheiten zuziehen. ..Sehen wir also zu — fährt er fort ..... wie wir diesem Volke Beistand leisten, damit es bei seiner Berufstätigkeit nicht so schlimmen Leiden vorfalle". Er empfiehlt körperliche Übungen zur Kräftigung und namentlich den Frauen körperliche Erholung. Spaziergänge im Freien, Reinigungen des Körpers und dergleichen mehr. Die weitervu Ratschläge sind ärztlich klinischer Arl. Bedeutsam erscheint, wie schon eingangs ausgeführt, die Grundeinslellung. Sie kann nicht genug auch in unserer Zeit betont werden: Überwindung der sozialen Dislnnz: zusehen was ist: nüchtern betrachten und kausal erklären: dann aber mit heihem Herzen für Besserung kämpfen. Nicht umsonst war Ramazzini der Fi'cund L e i h n i z e n s. Lukas S c h r ö c k s. Marcello M al p i g h i s. Italien wir es wirklich so sehr weit gebracht seit jener Zeit? Welch ein Aufhebens wird heute davon gemacht, wenn sich die Gelehrten der ehemals feindlichen Länder nur einigermal.ien höflich begegnen! l'nd die Wissenschalt? Ist sie sich heute ihrer sozialen Funktionen auch nur entfernt so bewuMl wie damals? Wahrlich, die Lektüre eines solchen Buches ist heule für uns eher beschämend als erfreulich. L'nd daran wird nichts geändert, seihst wenn wir in der Gewerbehygiene und in den theoretischen Sozialwissenschaf len seit jener Zeil Fortschritte gemacht haben.