Mannheim
Compact Memory

Menorah · 1932-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1932) · p. Seite 236

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
10 (1932)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1932)
Article
Holzsynagogen in Polen
Date
1932-05-01
Page
Seite 236 (sequence 16)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2912821-2912916-2912920-2928178--11363-2928331
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

236 MENORAH symbolisiert ist: „Wie der Adler über seinem Neste schwebt und über seinen Jungen mit ausgebreiteten Flügeln wacht und sie auf seinen Fittichen trägt, so hat Gott der Herr das Volk Jisrael getragen." Um dieses von konzentrischen ornamentierten Kreisringen umgebene Mittelmotiv ist weiterhin der Tierkreis angeordnet. Die einzelnen Darstellungen sind wieder in den Kreis komponiert, die übrigen Flächen mit Ornamenten gefüllt. Die Malerei der Synagoge in Jablonow. Der Versuch, die Malerei dieser Synagoge erschöpfend aufzunehmen, stieß auf den Widerstand der jüdischen Bevölkerimg. Übrigens hat die Synagoge keinen Plafond erhalten. Die Wände sind genau so eingeteilt, wie es bei der Synagoge in Gwozdziecz besprochen wurde. An der Nord- und Südwand findet man die Mitte der Wand, wie in Gwozdziecz, durch die Verwendung der Motive des Tisches mit den Schaubroten und des siebenarmigen Leuchters betont. Überhaupt zeigen die ganze Behandlung der Wand und die Farbengebung im allgemeinen eine auffällige Ähnlichkeit mit der Synagoge in Gwozdziecz, doch war es wegen der eingangs erwähnten Umstände nicht möglich, genauere Nachforschungen in dieser Richtung anzustellen. Die von Wieszbicki in der Zeitschrift ,,Sprawozdania Komisyi do bat. histor. szuki w Polsce" veröffentlichten Zeichnungen können aber für eine nähere Untersuchung bezüglich der Malerei nicht in Frage kommen, da dieselben unvollständig und fehlerhaft sind. Es sei da auf das Ornament an der Westwand links von der Türe hingewiesen, bei welchem in der Zeichnung dasselbe Motiv in der Mitte zwischen den beiden Inschriftentafeln angegeben ist wie an den äußeren Seiten dieser Flächen, obgleich es tatsächlich aus einer Verdoppelung des äußeren Motives gebildet ist. Die Malerei der Synagoge in Karaionka-strurailowa ist unvollendet; ein Teil der Nord-, die ganze Westwand und die Decke sind unbemalt geblieben. Außerdem sind die bemalten Wände in einem sehr schlechten Zustand; doch läßt sich noch erkennen, daß wir es hier mit einer Bemalung zu tun haben, welche der in Gwozdziecz bezüglich der Technik, der Gruppierung und Farbengebung vollständig gleicht. (Fortsetzung folgt.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.