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Menorah · 1932-03-01 · Heft 3-4 (März 1932) · p. Seite 104

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
10 (1932)
Issue
Heft 3-4 (März 1932)
Article
Demütigung und Erhebung
Date
1932-03-01
Page
Seite 104 (sequence 10)
Language
German
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104 M E N O R A II Reigenordnung. die in sich trug das Glück des Sternengesetzes. Ihre Unterkörper waren von Kleidern verhüllt, die mit spitzen Schriitzeichen bedeckt waren, und ihre Brüste schienen zu weich Tür die von Jünglingen, und zu (lach für Weiberbrüsle. Sie trugen Schalen auf dem Kopf mit erhobenen Armen, oder es lehnte in ihrem gebogenen Arm eine Tafel, auf die sie weisend den Finger legten; viele aber harften und ilöteten. schlugen Lauten und Pauken, und Singende hielten sich hinter diesen, die den Raum mit ihren hohen, metallisch sirrenden Stimmen erfüllten und im Takt dazu in die Hände klatschten. So wallte und dröhnte die Weite der Weltenrampe von akkordisch tönendem Schwall, hinab und hinauf bis ins flammende Licht, wo der schmale Feuerbogen war, und die Pforte des Palastes mit Pfeilern und hohen Zinnen. Es waren die Pfeiler aus goldenen Ziegelsteinen, die hervortreten ließen geschuppte Tiere mit Pardelfüßcn vorn und Adlerfüßen hinten, und war die Feuerpforte besetzt zu den Seiten von Gebälkträgern auf Stierfüßen, mit vierfach gehörnten Kronen und Edelsteinaugen und gelockten, gebündelten Barten an ihren Backen. Davor aber stand der Sessel der Königsmacht und der goldene Schemel ihrer Füße, und dahinter ein Mann mit Bogen und Köcher, der hielt den Wedel über die Mülzenkrone der Macht. Und sie war angetan mit einem Gewände aus Mondlicht, das Fransen halte aus kleinen Feuerstlammen. Überaus nervig von Kraft, waren Gottes Arme, und in einer Hand hielt er das Zeichen des Lebens, und in der anderen eine Schale zum Trinken. Sein Bart war blau und zusammengefaßt mit ehernen Bändern, und unter hochgewölbten Brauen drohte sein Antlitz in grimmer Güte. Es war vor ihm noch ein Mann mit einem breiten Reif um den Kopf, einem Veziere gleich, und einem nächsten Diener am Thron, der blickte in das Angesicht der Macht und wies mit der Hachen Hand gegen den Schläfer Jaakob auf Erden. Da nickte der Herr und trat auf seinen nervigen Fuß, und der Oberste bückte sich rasch, den Schemel wegzuziehen, auf daß der Herr stehe. Und Gott stand auf vor dem Thron und hielt gegen Jaakob das Zeichen des Lebens, und sog ein die Luft in seine Brust, daß sie hoch ward. Und seine Stimme war prachtvoll, da sie tönend einging in das Psaltern und in die Sternenmusik der Auf- und Absteigenden, und davon aufgenommen wurde zu mildmächtiger Harmonie. Er sprach aber: ,,Ich bin! Ich bin Abiranis Herr und Jizchaks und der deine. Mein Auge blickt auf dich, Jaakob, mit weitschauender Gunst, denn ich will deinen Samen zahlreich machen, wie das Staubkorn der Erde, und sollst mir ein Gesegneter sein vor allem, und innehaben die Tore deiner Feinde. Ich will dich hüten und hegen, wo du wandelst, und dich reich heimführen auf

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