Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 9 (1931)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1931)
- Article
- Don Joseph Nassi, Herzog von Naxos
- Date
- 1931-11-01
- Page
- Seite 523 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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- Aubais 1× ep/2475132
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DON JOSEPH NASST. HERZOG VON NAXOS 523 .,avee lellres de faveur de M. de Lansae, Ambassadeur du roi ä Rome . . .". Der I hrausgeber d'Aubais. der den Bericht Chesneau's kommentiert, irrt sich häufig in diesen Kommentaren. Während de Lansae von Chesneau als derjenige bezeichnet wird, der dem Nassi Kmpfehlungsbricfe na<'h Constantinopel mitgegeben hat, sagt Aubais fälschlicherweise: ...Jean Miccpies, Portugals, qu'Aramon avail recommande ä Lansae/' Ks isl unverständlich, wieso Galante (S. 7) de Lansae als französischen Gesandten in Constantinopel bezeichnet und sich dabei auf Charriere (Bd. 2, S. 403) beruft, obgleich Charriere die Stelle wörtlich von Chesneau enlnonunen hui und nicht aus dem falschen Kommentar von d'Aubnis. Lansae war von April 1553 bis Mai 1554 französischer Gesandter in Rom. Amnion, an den Joseph durch Lansae empfohlen war. verließ Constantinopel September IT)"):'). Kolglich muü Joseph im Sommer 155.*■? nochmals in Constantinopel eingrtndl'en sein, wo er laut Chesneau Beatrix de Lüne (Gracia Nassi) vorfand. Wir müssen also die aus Chesneau entnommene: Stelle in zwei Abschnitte teilen. Als Chesneau später seinen Bericht niederschrieb, hat er Joseph nur einmal erwähnt, aber aus den Begleitumsländen läßt sich rekonstruieren, daß Joseph zweimal nach Constantinopel gekommen ist. Kerner linden wir in dem Bericht des französischen Gesandten in Venedig de Morvilliers vom 12. Juli und 22. August 1549 (Charriere. Bd. 2, S. 101). daß ein {»irkischer tschauch (Beauftragter) in kürze erwartet wird, der die Auslieferung einer ..personne etrangeiv (Gracia Nassi) und eines ..genlilhoinme veiu'Mien" verlangen solle. Ks ist nicht anzunehmen, daß Joseph durch schriftliche Bemühungen erreichen konnte, daß die türkische Diplomatie in Bewegung gesetzt wurde und der Sultan einen Beauftragten nach Venedig schickte, viel wahrscheinlicher ist, daß fliese Intervention auf Josephs mündliche Vorstellungen in Constantinopel erfolgte. Ks ist auch kaum glaubhaft, daß Joseph seine Tante Gracia mit ihrem großen Vermögen nach Constantinopel übersiedeln ließ, ohne daß er sich vorher von der Aufnahme, die sie erwartete, vergewissert hätte. Levy glaubt, daß ..gentilhomme venelien" sieh auf Joseph bezieht, es ist aber anzunehmen, daß es sich um Josephs lb*uder Samuel bandelt, dessen Schicksal während der nächsten Jahre mit dem der Kruuen. des Hauses Nassi verknüpft isl, und der auch gemeinsam mit ihnen von Venedig nach Ferra ra übersiedelt. Zusammenfassend läßt sich behaupten, daß Joseph Anfang 1548 zum ersten Mab1 in Conslaidinopel war und sieh im Sommer 155.'} endgültig dort niederließ. :5) Diese Kreignisse ergeben sich auf dem in Anmerkung 2 angeführten Bericht des französischen Gesandten in Venedig. ") Alberi fährt den Bericht des venelianisehon Gesandten Domenico Trevisano an, der die Kinnahmen des Sultans aufzählt und dabei als Tribut des Herzogs von Naxos 0000 Dukaten angibt. Obgleich diese Aufstellung Trevisanos sich auf Zeiten bezieht, in denen Joseph noch nicht Herzog war (Trevisanos Mission ging 1554 zu Knde), so ist doch anzunehmen, daß Joseph, als guter Freund des Sultans, nicht höheren Tribut zahlte als sein Vorgänger, vielleicht sogar weniger. ""') Die von Graelz (Bd. 9. S. 405) aufgestellte Behauptung, der sich Galaule (S. 15) anschließt, daß der Gesandte dem Joseph ein Jahresgehall von 2000 Dukaten zugesagt oder ihm 2000 Dukaten geschenkt habe, scheint irrig. Aus den von Kuhn (S. 114) mitgeteilten Crkunden ergibt sich, daß der Gesandte im ganzen nur 2000 Thaler zu Geschenken, respektive Bestechungen zur Verfügung balle. Von dieser Summe sollte ein Teil Joseph zufallen. Ks findet sich jedoch kein Hinweis, daß