Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 9 (1931)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1931)
- Article
- Ein Zeitgenosse Alexander des Großen über die Juden
- Date
- 1931-09-01
- Page
- Seite 470 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2912821-2912908-2912914-2927280--10720-2927462- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
470 MENORAH (in.tk'Ii, ferner in dessen Bezirk keinerlei Baum oder Wald. In einem Punkt ist Ilek a- I ä u s liier nicht genau unterrichtet. Der Tempel lag bekanntlieh nicht mitten in der Stadt, sondern mehr an der Oslseile, und da der Tempelberg nach Osten zum Till Kidron hin steil abfiel, so war eine Besiedlung nach dieser Seile hin auch gar nicht möglich. In dem Heer des Demetrius sollen sich auch viele jüdische Krieger befunden haben, von denen er einen berillenen Bogenschützen namens M e s c bull a in als kühnen und verwegenen Soldaten rühmt. Kr soll der beste Bogenschütze des Heeres gewesen sein. Charakteristisch für die geistige Überlegenheit dieses Juden über das andere Kriegsvolk isl folgende Anekdote, die uns 11 e k a t ä u s aufbewahrt hat. Ks handelte sich darum, ob das Heer an einem Marschtage noch weilerziehen oder rasten sollte. Zu diesem Zweck sollte ein Seher aus dem Kling eines Vogels, der über dem Heere kreuzte, eine Weissagung abgeben. Je nach der Seite, auf der der Vogel sich niederlassen würde, sollte der Seher das Schicksal des Heeres bestimmen. Während der Klug des Vogels beobachtet wurde, zielte M e s c h u 1- I. a in und schoß den Vogel herunter. Darauf große Kmpörung des Wahrsagers, der den Juden zur Rede stellte. M e s c bull a m über antwortete: ,AVie kann der Vogel wissen, was für unser Heer j*ul isl. wenn er nicht einmal seine eigene Zukunft vorausgesehen hat? Wäre er dazu imstande gewesen, so hätte er sich doch nicht meinem Pfeil dargeboten!" Mögen auch mancherlei Angaben des Hekatäus in Zweifel zu ziehen sein, so hat er doch gewiß mit dieser Anekdote die Psyche des Juden richtig erkannt und seine geistige Überlegenheit, nicht nur über das übrige Kriegsvolk, sondern auch über dessen Kührer unzweifelhaft erwiesen. Damit gewinnt sein, leider nur auszugsweise erhaltener Bericht über die Juden 'das Gepräge der Wahrheil und dokumentarischen Wert. Dr. Sigmund Feist DKH 11IKB ABGKB1KDKTK SKI 1AKKTTOPK befindet sich als Leihgabe im Besitz des Jüdischen Museums in Breslau, er wurde suis der Sammlung Kigdor für die aufblühende Breslauer Miiseumsvereinigung erworben. Die zweireihige hebräische Inschrift besagt: ..Hirz: Papperfs seine Krau. Tochter des Mose Zur Keiler. Im Jahre 1 ,"><S2 Hirz Popper starb am 20. Kislew MY27) in Frankfurt am Main. Auch ein Mos>e ben Jacob Leiter ist in Frankfurt am Main nachweisbar und dort gestorben, das Datuni seiner Grabinschrift nicht mehr erhallen. Die Familie Zur Leiter ist auch sonM in Frankfurt am Main (HUKK) zu linden. Bekanntlich war es ja gerade dort üblich, daß die einzelnen Familien Namenszeichen trugen, das berühmteste unter ihnen ist der ..rote Schild1' geworden. Das hebräische Wort l2^w'2 deutet auf den Zweck des Topfes hin. Auffällig bleibt die Knheholfenheil und l'n korrektheil der Buchstaben, möglicherweise ist ein Nichljude Hersteller gewesen. (Die Ermittlung der in clor hebräischen Inschrift vorkommenden Personen verdanken wir Herrn Rabb. Dr. Louis Lewiri, Breslau.) /)/•. Willi] C o h n