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Menorah · 1931-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1931) · p. Seite 260

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
9 (1931)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1931)
Article
Zwei jüdisch-arabische Märchen aus Marokko
Date
1931-05-01
Page
Seite 260 (sequence 4)
Language
German
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260 MENORAH tun?'4 Ihr Vater antwortete: „Meine Tochter, geh, bete zu Gott, daß er sich erbarme." Das Mädchen betete. Da wurde der Jüngling betreit. Er kam ins Haus und sprach zu Abraham: „Mein Herr, laß mich wissen, ob jene Leute selig werden.'' Er antwortete: „Sie sind selig/* Als Abraham sprach: „Mein Sohn, sie sind selig", sagte der Jüngling: „Mein Herr, ich möchte es sehen." Abraham erwiderte: „Du wirst mit dem Mädchen hingehen nach Hochzeitsnacht." Aber der Jüngling sprach: „Nein, erst muß ich es mit meinen eigenen Augen gesehen haben, dann werde ich dir antworten." Er ging und sah, daß jene selig waren. Dann kehrte er zu Abraham zurück und sprach: „Mein Herr, ich möchte in mein Haus gehen und das Mädchen, das bei uns im Hause dient, bekleiden"). Nachher werde ich zurückkommen." Abraham erwiderte: „Geh in Frieden!" Der Jüngling kam nach Hause und fand, daß das Mädchen Wohltätigkeit geübt hatte, mehr als früher. Er suchte einen gottesfürchtigen jungen Mann, gab ihm das Mädchen zur Frau und schenkte ihm das Geld, das er besaß. Dann kehrte er zu Abraham zurück und heiratete seine Tochter. Aber als sie das Bett bestiegen, zog er sein Schwert, legte es zwischen sich und das Mädchen und schlief. Da sprach seine Frau zu ihm: „Mein Lieber, weshalb hast du dieses Schwert zwischen mich und zwischen dich gelegt?" Er antwortete: „Ich schwöre, daß ich erfahren will, wer diese zwei sind, die neben dem Tore des Gartens stehen." Da sprach sie: „Es sind deine zwei Brüder. Sie haben mich belästigt, und ich habe sie so verwandelt. Sie können nie wieder lebendig werden." Nun löste er sich von dem Schwur und schlief bei seiner Frau. Das ist es, was ich weiß. Heil über unsere Freunde, die bei uns wohnen, reicher Segen! jlLj inst lebte in Jerusalem ein armer Mann, der viele Kinder hatte. Als nun Pessach herannahte, hatte er gar nichts, um das Fest zu feiern. Es gab einen vornehmen Mann, der im Lande Wohltätigkeit spendete und alles Geld, das er verdiente, unter die Armen zu verteilen pflegte. In diesem Jahre hatte er unseren Armen vergessen und ihm nichts gegeben, um das Fest zu feiern. Zu dem armen Mann sprach seine Frau: „Gib mir etwas, damit 'wir das Fest feiern können." Da sagte der Mann zu ihr: „Warte, liebes Kind! Vielleicht wird Gott Mitleid haben." -) „unter die Haube bringen". R i b b i N i s s i m e 1 M i z r i

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