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Menorah · 1931-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1931) · p. 223

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
9 (1931)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1931)
Article
Bibliographisches zu Heinrich Heines fünfundsiebzigsten Todestag
Date
1931-05-01
Page
223 (sequence 1)
Language
German
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Bibliographisches zu Heinrich Heines fünfiindsiebzigsten Todestag (l6. Februar 1931) Von Bernhard Wachstein I. Hebräische Heitie-Übersetzungen A. Strodtmann, Ii. Heines Leben und Werke, 3. Auflage, Hamburg, 1884, Seite 438, kennt von Heine-Ubersetzungen in hebräischer Sprache nur die Version des Gedichtes „Das neue israelitische Hospital zu Hamburg'4 von M. Letteris. In der Tat hatte die ältere Haskala für Heine wenig übrig. Sie hatte sich wohl die Aufgabe gesetzt, ,,die Schönheit Jefets in die Zelte Sems" einziehen zu lassen, aber sie suchte auch den Beweis zu erbringen, daß das Schöne mit dem Moralischen identisch sei und bevorzugte daher die didaktische Poesie oder solche, die aus der jüdischen Stellung und Gemütsverfassung heraus eine besonders intensive Aufnahme linden konnte (so zum Beispiel Schiller). Bemerkenswert ist, daß sogar Heines Gedicht „Prinzessin Sabbat", in welchem der Dichter mit genialer Intuition die biotische Bedeutung des Sabbats für die Erhaltung des Volkes in den schwersten Zeiten erkannte und in seiner Art zur Darstellung brachte, keine Übersetzer in der älteren Zeit fand. Eben seine Art goutierte die ernsten Männer, die noch mitten im Ghetto standen, nicht. Gleichwohl konnte ich einige Nummern außer der erwähnten Letterisschen Übersetzung bis zum Jahre 1884 zählen. Eine rege Übersetzertätigkeit begann erst später. Doch entspricht auch diese noch nicht der Bedeutung Heines als lyrischer Dichter. Der Grund mag in der Schwierigkeit liegen, die Heinesche Dichtung in ein hebräisches Gewand zu kleiden. In den meisten hebräischen Übersetzungen, namentlich der lyrischen Stücke, vermißt man denn auch den Rhythmus, Klang und Schmelz der Heineschen Sprache, wobei nicht gesagt werden soll, daß das eine oder das andere übersetzte Gedicht nicht schon an das Original erinnere. Besonders beachtenswert scheinen mir die Übersetzungen von D. Szymonowicz zu sein. Eine scharfe, aber nicht ungerechte Kritik der in der letzten Zeit herausgekommenen Übersetzungen lieferte L. Müntz in Haschiloach, 43. Band, 1924, Seite 242 bis 251, 365 bis 371. Derselbe Kritiker versucht es in einer ansehnlichen Sammlung (siehe weiter unten Nr. 128), eine Anzahl der besten Heineschen Gedichte in Prosa wiederzugeben. Im Gegensatze zu seinen Vorgängern hat M. in systematischer Weise eine Konkordanztabelle der von ihm übersetzten Nummern mit den Originalen bei Elster beigegeben. Die anderen Übersetzer haben es auch dort unterlassen, einen Hinweis auf die Originale zu geben, wo sie aus der Mitte eines Gedichtes die für ihre Sammlung passenden Strophen auswählten. Bei meiner Zusammenstellung gehe ich von der kritischen Ausgabe Ernst Elsters, Wien und Leipzig, Bibliographisches Institut, aus und muß daher von der Systematik der Übersetzer absehen. Zwanzig der folgenden Nummern wurden von mir bereits in der „Freien Jüdischen Lehrerstimme4', IX, 1920, Seite 6, verzeichnet. 1. „Ein Traum, gar seltsam schauerlich, ..." — Traumbilder, Nr. 2, Elster I. S. 13—16. — Nathan Samuely, Kenaf Renanim, Lemberg, 1868, S. 108—112: ha-Cha- 1 o m. 2. „Berg' und Burgen schaun herunter ..." — Junge Leiden, Nr. 7, E. I. S. 33. — J. Kaplan in Sefer ha-Sehana, red. Sokolow II. 1901, S. 192, Nr. 15.

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