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Menorah · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. 154

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
9 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Article
Fritz Gross
Date
1931-03-01
Page
154 (sequence 2)
Language
German
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Fritz Groß / Ecke in einem Wohnzimmer gesunden. aussich tsreichen Wege. Leider macht sich schon heule eine neue Strömung, ein neues J'art pour 1'art bemerkbar, so «laß dieser Aufschwung nicht nur gehemmt wird, sondern sogar ein verfrühtes Knide finden könnte. Mag sein, daß Unbefriedigung. Sucht aufzufallen, oder die in der heutigen Kultur trotz allem noch immer vorhersehende individualistische Wesensart, diese Gefahren zeitigen, die Folgen kommender Verirrungen müssen unsere schwersten Sorgen erregen. Mit Nachdruck sollte als Selbstverständlichkeit betont werden, daß die Architektur vor allem dem Zwecke dient! Ohne vorbesümniten Zweck, ja ohne realen Auftrag, bleibt auch die begnadetste architektonische Idee — nur eine Utopie. Eine „licentia poetiea" dem Architekten zuzugesfehn, mittäte unter Umständen in Widersinn ausarten. Vergleiche mit der Malerei und Plastik, die, notgedrungen, auch ohne Auftrag schafTen und vollenden können, erübrigen sich schon aus diesem Grunde, da ja die Zusammenhänge zwischen Gesellschaft und Architektur weitaus praklischerer Natur sind, und der Architekt unleugbar mit den Dingen des täglichen Lebens enger verbunden ist als jeder andere Künstler. Ich würde mich darum hüten, unbedingte Gedankenfreiheit zu gewähren, wo den Gedanken freie architektonische Taten folgen könnten! Die Architektur is! kein Gebiet harmloser menschlicher Betätigung! Sie blüht und reift nicht im Verborgenen! Mehr als alle andern Künste, und vor allem am sichtbarsten, gibt sie den Ausdruck der Zeit und sie vermag den Geschmack ganzer Generationen zu verderben. Man kann über die künstlerische Krscheinung von Fritz Groß nicht sprechen, ohne die Zusammenhänge von Malerei und Architektur zu erwägen, da diese Künste, getrennt oder sich gegenseitig ergänzend, in seinem Schallen einen nicht alltäglichen Ausdruck finden. Frilz Groß hat sowohl den Weg zur Malerei, wie auch zur Architektur beschnitten

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