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Menorah · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. Seite 148

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Journal
Menorah
Volume
9 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Article
Jüdische Vokal- und Instrumentalmusik des Altertums
Date
1931-03-01
Page
Seite 148 (sequence 5)
Language
German
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148 MENORAH Das Hauptschlaginstruraent ist toph, worunter man eine kleine Handpauke, das Tamburin, zu verstehen hat; es wurde vornehmlich beim Frauentanz verwendet43). In Frauenhänden erscheint auch ein Instrument, das seinem Namen nach am ehesten dem Triangel ähnlich war44). Wie groß die in der Tempelmusik oft genannten Becken oder Zimbeln waren, läßt sich nicht genau feststellen45). Es scheint verschiedene Arten davon gegeben zu haben; vielleicht sind darunter auch Kastagneten begriffen, deren sich die Tänzerinnen bedienten. Was das alte Testament40) als Schüttelinstrument kennt, ist wohl jenem sistrenartigen Rasseln zu vergleichen, die die Ägypter bei ihren orgiastischen Zügen verwendet haben. Zur Zeit der hellenistischen Invasion kamen neue Instrumente in Israel auf: „kitharos", ein lyraartiges Instrument, das dem kinnor nahekam, pesanterin47), ein hackbrettartiges Saiteninstrument, angeblich mit 20 Saiten, und sumponja, ein Lieblingsinstrument des Antiochus Epiphanes48), dann die Dudelsackpfeife sabka, ein aus Holunderholz gefertigtes Instrument49) (bei den Griechen ein dreieckiges Saiteninstrument, das die höchsten Töne hatte, aber für unedel galt). Über die Art und Weise des Zusammenspiels der Instrumente sind keine zuverlässigen Quellen vorhanden. Es ist jedoch anzunehmen, daß je nach dem Charakter des Tages entweder Halil oder kinnor die führenden Stimmen trugen und daß Schofar und Hazozerah lediglich die Wendungen und Bewegungen der Priester signalisierten und beendeten. Toph und die Becken werden zur schärferen Rhythmisierung der Melodie gedient haben. Anmerkungen: *) Sota IX, 11: Hinweis auf das Aufhören, des freudigen Volksgesanges nach 70 n. Chr. «) Rabbenn Ascher, Alfasi zu Berachoth Fol. 30b. 8) Megillah Fol. 32a," Ausspruch Rabbi .Jochanans. *) Pesiktah rabbathi Pol. 25. Meg'llah Fol. *2a. 6) Die Handschriften aus Babylon und Jemen, die die Aecentzciehen enthalten, datieren nach Helsohn wahrscheinlich aus dem 7. Jahrhundert Cvgl IdeUohn der Jüdische Tempeltres-any). 7) Die Bedeutung: der Accentsymbolik läßt in vielen Zeichen darauf schließen, z. B. sitzenbleibender Ton ist Ausrufezeichen, ferner Schluß, HalhBchluü und Ganzschlnß-Wenduntren; d'e übrig n accente haben mehr Verziernngscharakter. 8) Selbst in modernisierten Synag-»«engesängen. 9) Ca. 500 n. Chr. 10) Traktat Sofi'm XIV, <>. u) Im 8. Jahrhundert. vi) Aufkommen der Piutim im fi. Jahrhundert. Vgl. EUbosr. -.81 ff. l3j Ackerm. 32 33. ,4) R. Moses Isse<-Ies, Krakau, >58o, Anm. zu Orach Chajitn (Nr. fii9). 16) Maharil, Lekute Meril. Fol- «ifi. 1(J) Hier liegt der Ursprung des Synagogenchon*. l1) Ackerm. 45. 18) Das güt auch vom Selah der Psalmen. Die Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG 5, 579). l») 1. Chr. 15. 2o. u. 2i. 20) II. Chr. 5. 13. 2l) Durch Bande klatschen und Füßestampfen unterstützt. lies. fi. n. 22) Am. fi. f>. Je.s. 5. 12. Ps. H9. 13. Hi. 21. 1'. 3a) Jer. 7. 34 Anm. M) I. Mos. :u. 27. 2&) Am. H. 3. **) II. Mo*. «5. 20. Rieht. 11. 34. «) I. Sam. lfi. lfi. w) I. Sam. 10. n. ») TT. Sam. 19. 3K. ») Pa. 137. 3. 8t) I. Sam. 10 5. m) Harfe in Form eines umgekehrten Deltas (Hyronimus). M) Ps. 33. 2. u. Kap. 92. 4. u. 141. 9. M) Josephus, Altertümer VII t2. 3. i»! Stäbchen, womit die Seiten angerissen wurden. 80) L. Sam. tfi. 23. 87> -les. 23. 10. SH) I. Mos. 31.27. Jes. 24. 8. Ps. 137. 2« Hi. 21. 12. ts) Der Name bezeichnet das Instrument als durchbohrtes (Jer. 4s. 3fi>. *°) 'agab heißt brünstig sein, lieben. 4l) IV. Mos. .0.2. II. Kön. 12.41. **) II. Mos. 19. 13. u. Jos. «. 5. «) Bei Männern I. Ram. 10. 5. 4*) sehalisch I. Sam. »8. 6. 48) Aus Metall I. Chor. im. 1. Ps. 150. 5. «) II. Sam. 6- 5. *7) d. i. das heutige santir der Araber. 4ti) Polybius 26. 1151. *9) Sambucus ist gleich Holunderstrauch. Quellen: Die traditionellen O-esänge des israelitischen Gottesdienstes in Deutschland von Dr. Jakob Schönberg. — Kulturgeschichte Israels von A. Bertholet. — Talmud babli Sota IX. 11. .Sofrim XIV. 9. — Pesiktah rabbathi Pol. 25. — Ellebogen 281. — Ackermann. — Idelsohn I. Bd.

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