Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 8 (1930)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1930)
- Article
- Salomo
- Date
- 1930-11-01
- Page
- Seite 598 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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598 MENORAH Geburt Abrahams, aus den Himmeln herniedergelassen. Und siehe, jelzt sind wir herniedergekomnien, um die Geburt des Kindes deiner Reue zu sehen, des Meisters der Weisheit, des Holen Gottes, der gesetzt ist über alle Kreatur. Und Beizebub fühlte, wie beim Sang der Engel seine dunklen Fittiche schmolzen, so wie Blei beim Sang der Mammen schmilzt. Und die Ende schrie auf: König David, hörst du nicht, wie meine Freude lacht? Ich habe gelacht bei der Geburt Adams, aber seit dem Tode Abels weinte ich. Ich habe gelacht bei der Geburt Abrahams, aber seit dem Tode Josephs weinte ich. Und siehe, nun, da dir ein Sohn geboren Ist, lacht meine Freude aufs neue, die Freude der ganzen Erde! Da lobsangen David und Balhseba dem Herrn; und Na tan, der Prophet, segnete ihren Sohn und nannte ihn Jedklja, den (lothjcliebtcii. Aber der Ewige in seiner Güte bereitete ihm einen anderen Namen, und so geschah es. daß er ihm verliehen wurde: Nach Verlauf eines Jahres sprach David, dei das Kind in Schönheit heranwachsen sah, also zum Heiligen (er sei geloht): Herr, da du doch verziehen hast, willst du mir nicht erlauben, dein Haus zu bauen? Siehe, ich bin nur ein Mensch, aber Getäfel aus Zedernholz beschirmt meine Ruhe. Indessen aber fliegt wie ein Vogel ohne Nest die Lade deines heiligen Glanzes mit ihren adlergleich geflügelten Cherubim unter schwankenden Linnen wänden von der Wüste nach Silo, und von Nob nach Gibea! Ist der Tag noch nicht erschienen, da sie sich für die Zeiten der Zeilen an dem Orte niederlassen soll, den du von Anbeginn an mit deinem Namen nanntest und für deine Gegenwart erwähltest? Meine Füße haben die Aramäer zerstampft wie Trauben in der Kelter; ich habe die Philister getreten wie Schmutz der Straße: wäe der Wind das Laub, so habe ich die Amalekiter zerstreut von Aufgang bis Untergang und die Jebusiter wie Strohhalme. Und um das Haus zu schmücken, das ich dir erbauen will, habe ich all ihre Schätze aufeinandergehäuft: Wagen und Schilde, Dreifüße und Gefäße, Saphire und Rubine, Silber. Erz und Gold. Laß mich jetzt, o Herr, den Moria ersteigen, allwo deine Rechte, ehe das Licht des ersten Tages erglänzte, den Stein schleuderte, auf den du die Welt gründetest; laß meine Rechte in die Tiefen graben, um den Stein zu finden; und auf diesen Stein laß sie dein Heiligtum gründen, König der Welt! Und so brachte David die heilige Lade nach Zion und erklomm die Höhe, in der er graben wollte. Als er aber grub, da stieg aus dem gehöhlten Grunde eine Schlammflut auf. Und als er weiter grub, wandeile sich die Flut zum Strom, der Strom zum Katarakt, und die Täler rings um den Berg wurden zu stinkenden Sümpfen. Und David schrie auf: Herr, o Herr, ist dies deine Milde? Soll meine Sünde wie eine neue Sintflut deine heilige Stadt und deinen heiligen Berg und deine ganze Schöpfung mit ihrem Schlamm ertränken? Gott aber erwiderte: Tröste deine Seele, David; denn nach weiteren Prüfungen, nach weiterer Buße werde ich dir verzeihen, und an dem Tage, da sich auf dem Moria die Pforten meines Hauses auf tun werden, soll die ganze Welt sehen, daß ich dir verzeihe. Mein Wille aber ist, daß mein Tempel ein Haus des Friedens sei. denn von ihm gehe aus der Friede für die Erde und der Friede für die Himmel und der Friede zwischen Erde und Himmeln. Du warst ein Mann der Schlachten; deine Hände haben deine Krone mit Blut befleckt, deine Füße sind auf abgeschlagene Köpfe getreten,, die wie ein Teppich auf den Stufen deines Thrones lagen. Darum sollst nicht du mein Heiligtum bauen. Nenne deinen Sohn Salomo, das heißt: mit ihm ist Friede: denn Friede ist mit ihm, und er erbaue den Tempel des Friedens! Und David nannte Jedidja: Salomo; und Salomo wuchs auf für den Frieden, in der Liehe des Friedens.