Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 8 (1930)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1930)
- Article
- Die antike Synagoge in Beth-Alfa
- Date
- 1930-09-01
- Page
- 467 (sequence 3)
- Language
- German
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Abb. Die ,,aufgehende Sonne" Steinplatten teilweise versperrte (irube. wohl die Synagogenschatzkammer von einst, wie einige Dutzend noch vorhandener byzantinischer Münzen bezeugen. Der Schal/ isl wohl im La nie clor Zeilen ausgeplündertworden. Die Richtung der Apsis. somit auch die (iesichtsrichlung der Betenden, war südlich. Jerusalem zu. wie es ja auch sonst in alter Zeil der Brauch war: die in Tr;ins jordanien entdeckten Synagogen sind nach Westen, die südlich vou Jerusalem nach Norden, die gnliläisehen nach Süden gerichtet; der Krbauer unserer Synagoge hat also nach einem allgemein gültigen (leset/ gebaut. Der Bau allein war nicht reich, eher dürftig, Gewissermaßen als Entschädigung dafür, erhielt im* einen bedeutenden und kostbaren Schmuck in der Innenaiisslallung: den farbigen Mosaikfußboden. In vorsichtiger, mühevoller Arbeit gelang es. diese Mosaik, die nur einige kleine, ganz unwesentliche Beschädigungen aufweist, freizulegen. Ms dürfte dies der am schönsten und vollständigsten erhallen*» Mosaikfußboden aus jener Zeit sein. Die in prächtigen Farben ausgeführte Mosaik besieht aus einzelnen Sleinchen. deren jedes die Größe von etwa einem Quadralzenlimeler hat - oft auch viel kleiner ist. Besonderes Gewicht, halte man augenscheinlich auf das breite MillelschifV gelegt. Dieser Teil weist in der Komposition eine Yierteilung in der Achsenrichlung der Synagoge auf: wenn man durch die mildere llaupllür eintrat, sah man den Eingang von den Bildern eines Löwen und eines Stieres flankiert, die wohl symbolisch als Beschützer des Hinganges aufzufassen sind. Daneben sind zwei Inschriften sichtbar: die eine, aramäische, haben wir bereits erwähnt, der Inhalt der in griechischer Sprache verfaßten zweiten I lisch rill lautet etwa folgendem»;i ßen : ..Ks seien gesegnet die Künstler dieses Werkes. Marianus und sein Sohn Ghanina." Es folgt übrigens klar aus der Xamcnnennung. dal.! die Künstler Juden waren. Im nächsten Teil des Fußbodens sehen wir eine Darstellung der Opferung Isaaks. In einer sehr naiven, aber dabei doch realistischen Auffassung wird die biblische Szene erzählt, und die bildliche Erzählung mit erläuternden (Jiersc hrifteu unterslü tzt. Der weitere, mildere Mosaikteil isl hier