Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 8 (1930)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1930)
- Article
- Die antike Synagoge in Beth-Alfa
- Date
- 1930-09-01
- Page
- 466 (sequence 2)
- Language
- German
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Abb. 2. Der mittlere Mosaikteil: Aufsehen der Sonne, die zwölf Sternzeichen. die vier Jahreszeiten Dann haben sich auch Teile eines Mosaik- 1 ul.Uxxlens gezeigt. Es war klar, dal.» es sich um einen archäologisch wichtigen Eund handelt, und als man dann noch eine hebräische Ii.schritt fand, war man sicher, die Heste eines alt jüdischen Baues gefunden zu Imben. Dil' liebräisclie Universität wurde verständigt, und in der Eolge wurde ihr Archäologe Doktor Sukenik mit. der Durchführung der (o-abung betrau I. Im Jänner 1929 hat die Arbeit begonnen und wurde —- von heiligen Regengüssen mehrmals unlerl)rochen — in zirka sieben Wochen ausgeführt. Schon in den ersten Arbeitslagen konnte man zu der C'berzeugung gelangen, daß es sich um eine Synagoge von bedeutendem kunslgeschiehllichen wie auch jüdisch-geschichtlichen Werl bandelt, und zwar aus dem VI. ."Jahrhundert. Eine dann im Laufe der Grabung gefundene Inschrift hat diese Meinung vollauf bestätigt. Die Inschrift, in aramäischer Sprache, also der damaligen Emgangssprac he der Juden verfal.it, besagt, daß die Synagoge in der ISegierungszeit des Kaisers J u s t i n u s errichtet wurde. Es konnte dies entweder .histinus der I.. der v o r. oder der II., der n a c h Kaiser .1 u s t i n i a n u s regiert hat. sein. Dr. Sukenik ninvmt an. es handle sich um den Ersten. Zur Zeit des Zweiten halle sich che Lage der Juden bereits so verschlimmert, daü es kaum denkbar ist. sie hüllen damals eine Erlaubnis zu einem neuen Synagogenbau erlangen können. Es wären also als Zeitpunkt des Erbauens die Zwanziger jähre des VI. .Jahrhunderls der gew. Zeitrechnung anzunehmen. Nun wollen wir zum Bauwerk selbst übergehen. Der Plan der Synagoge ist sehr gut ersichtlich, da die Mauern bis zu einer durchschnittlichen Höhe von etwa einem Meter, von der Erde umhüllt und geschützt, erhallen blieben, und nun freigelegt wurden. (Sieh«1 Abb 1*.) Danach war die Synagoge ein basilikaler Bau. Zwei Pfeilerreihen teilten den fast quadratischen Baum in ein breiteres MittelschitT und zwei schmälere Seitensi-hitVc. über welchen sich einst die 1;rauenemporen erhoben haben. Drei Türen führten vom Vorhof - nach außen war es ein Säulenporlikus —- in den Heisaal. In der Millelachse bildete eine erhöhte Estrade, zu der einige Stufen heraufführten, und eine halbrunde Apsis den Abschluß, des Saales. In der Apsis stand oll'enbar der Aren Hakodeseh. l'nlerhalb des für ihn einstmals bestimmten Platzos entdeckte man nun eine kleine, ausgemauerte und mit *) Für das Überlassen von Photographien sind wir »lern Herrn T.)r. Sukenik zu Dunk verpflichtet.