Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 8 (1930)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1930)
- Article
- Abrahams Zeiten
- Date
- 1930-05-01
- Page
- Seite 211 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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ABRAHAMS ZEITEN 211 Die Ziyyurat (TempcUurm) von Vr, Xordostseitc, flauptaufgcuu/ mit den Freitreppen Aus: C. Leonard ll'oollcy ■ J'or 5000 Jahren — slusyrabungcn ron l'r Franckh''schv T'cr/agshandl'ung, Stnl tgart wurde im Hol' gezählt und dann verbuch! und bescheinigt und die (iahen wurden in den Magazinen und Ställen verstaut, während die Buchungen ins Archiv kamen, in eine richtige Gesehäflsregistratur. Nahe diesem riesigen Gebäude, dem ausgedehntesten der ganzen Stadt, lag ein kleines Heiligtum ganz anderer Art, der Tempel Enunmach, dem Nannar und seiner Gemahlin Nin-Gal gewidmet, ein geheimes Doppelldimmerchen, in einem Labyrinth von Zimmern und Magazinen versteckt. Neben diesem, im östlichen Winkel der Zigguratterrasse, stand Dublal-Maeh; dies war ein kleiner Doppeltempel mit breitem Bogeneingang, nach dem er auch den Namen hatte, ,,das große Tor". Dieses Tor führte auf einen großen oll'enen Hof hinaus und inmitten dieses Hofes befand sich der Brunnen, von dem die Priester das Wasser für die Libationen holten, welche täglich zweimal auf dem hohen Altar vor der Türe des Heiligtums dargebracht wurden. Am anderen Ende des Hofes, neben dem Wohnhaus des Tempelarehivars, lagen die ausgebreiteten Werkstätten: hier arbeiteten die Frauen, die dem Tempel gehörten, an ihren Webstühlen — genau wie später beim Tempel in Jerusalem. Sie verarbeiteten die Wolle, die Schäfer