Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 8 (1930)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1930)
- Article
- Die geopolitische Bedeutung Palästinas, besonders für das britische Imperium
- Date
- 1930-03-01
- Page
- Seite 126 (sequence 20)
- Language
- German
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126 MENORAH Richtung die einzige Möglichkeit für die Organisation eines funktionierenden Staatswesens in Palästina liegt, und da weiterhin nur auf dieser Basis, daß tatsächlich ein zur Regierung befähigter Staat da ist, die Abwälzung des Mandats und die Neuordnung der englisch-palästinensischen Beziehungen erreicht werden kann, die, das versteht sich nach allem Gesagten von selbst, nur mit und nicht gegen England erfolgen darf, müßte der Weg zur Schaffung der zionistischen Majorität gefunden werden können. Es ist hier nicht der Ort, diese Lösung zu suchen. Dazu wäre eine sehr detaillierte Untersuchung und Prüfung, und vor allem auch die genaue Kenntnis aller Verhältnisse, Mittel und Möglichkeiten, die Abschätzung und Abwägung aller Für und Wider notwendig. Der Zweck dieser Arbeit war auch ein anderer: darzulegen, wie sehr sich Palästina in den letzten Jahrzehnten wiederum zu einem geopolitischen Faktor ersten Ranges entwickelt hat, und wie es als solcher einen wichtigen Stein im Gefüge nicht nur der englischen Middle East-Stellung, sondern des britischen Imperiums überhaupt zu bilden beginnt, einen Knotenpunkt strategischer, wirtschaftlicher und verkehrspolitischer Fäden; daß diese enge Verknüpfung Palästinas mit dem britischen Imperium der freien Entwicklung des zionistischen Zieles, in Palästina eine Heimstätte für das jüdische Volk zu schaffen, zwar gewisse Fesseln auferlegt; daß aber auch aus -dieser unabänderlichen Gegebenheit Vorteile gezogen werden können; ja, daß sie dem künftigen jüdischen Staat in Palästina die Chance gibt, für das britische Imperium von hoher Bedeutung zu sein, oder in ihm eine angesehene Stellung einnehmen zu können.