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Menorah · 1930-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1930) · p. Seite 100

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
8 (1930)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1930)
Article
[Nachricht]
Date
1930-01-01
Page
Seite 100 (sequence 2)
Language
German
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100 M ENORA II Italien wird ein Staatsgesetz über die jüdischen Gemeinden ausgearbeitet, nach welchem diese als autoritative Körperschaften anerkannt werden und zu einem Gesamtverbände zusammengefaßt werden sollen. - Frau Henriette Szold. Mitglied der zionistischen Exekutive, wurde 70 Jahre all. — Die Kultusgemeindewahlen in Prag wurden a imitiert. —- Dr. Markus Braude, der Schöpfer des jüdischen Mitlelsehulwesens in Polen, feiert»1 den 00. Geburtstag. - In Deutschland. Polen und in der Tschechoslowakei fanden zionistische Dclegiertentage statt, die den einmütigen Willen zum Ausdruck brachten, auf der vollen Erfüllung der Balfourdeklaralion zu bestehen und eine Verständigung mit der ansässigen arabischen Bevölkerung anzustreben. —•• In Antwerpen verstarb Jean Fischer, einer der ersten Mitarbeiter Theodor Ilerzls. EREZ JISRAEL Die Untersuchungskommission über die Augustereignisse hat ihre Tätigkeit in Palästina beendet und wird noch einige Zeugen in London vernehmen. Wir werden in der nächsten Nummer einen Bericht unseres palästinensischen Mitarbeiters über die Arbeiten der Kommission veröffentlichen. — Die palästinensischen Arbeiterparteien Achduth Haawodah und Hapoel Hazair haben sich unter dem Namen „Jüdische Arbeiterpartei Palästinas" vereinigt. — In Haifa wird die Errichtung eines großen Bürohauses für die jüdischen Kaufleule. die bisher im Basar ihre Geschäfte hatten, geplant. — Auch in Jerusalem entstehen neue jüdische Stadtviertel um die Juden, die ihre arabischen Mietwohnungen verlassen, aufzunehmen. — «Jüdische Geschäftsleute der City von London erwarben 1000 Dunum Boden in Palästina. —■ Der Terror der arabischen Boykotlagilaloren dauert bei der Untätigkeit der Behörden an. — Dr. Kurt Grunwald, Sohn Babb. Dr. Max Grunwald (Wien), wurde zum jugoslawischen Konsul in Palästina ernannt. — Der Völkerbundrat hat eine Kommission zur Schlichtung der Klagemauerangelegeiiheit eingesetzt. — Die jüdische Ausfuhrgesellschaft Pardeß will für diese Saison 200.000 Kisten Jaffa-Orangen nach Deulschland verschiffen. -- Zufolge der Unsicherheit der Straßen ist der Eisenbahnverkehr um fast 00 Prozent gestiegen. JÜDISCHE LEHRE UND LEHRER Der Weltkongreß der Schomre Schabbos wird im Juni in Berlin stattfinden. — Das Bankhaus Warburg wird für den Fortbestand der von Prof. A. Warburg begründeten kulturwissenschafllichen Bibliothek sorgen. WANDERUNG UND SOZIALE HILFE Mit der großen Bauernauswanderung au^ Rußland hat auch eine Auswanderung jüdischer Bauern eingesetzt. — Die jüdische Wohlfahrlsföderation für New York hat in den Li Jahren ihres Bestandes 97 Millionen Dollar für ihre Zwecke verausgabt. Die Zahl der Wanderer im Jahre 1029 nach dem amerikanischen Kontinent wird nach dem Berichte der Auswanderungsgesellseha l't 1) JCEM nicht weniger als Un.OOO betragen, nach Berichten des Einwanderungsamtes der U. S.A. in der Zeit vom 1. Juli 192K bis IM). Juni 1929 UU)00. -- Die jüdische Auswanderung nach Brasilien hat sich in dem vergangenen Jahre verdoppelt. WISSENSCHAFT UND KUNST Die Ausgrabungen bei Telenasbah. nördlich von Jerusalem, wo das alte Mizpah vermutet wird, legten die Überreste eines Dutzend Häuser aus der israelitischen Periode mit reichen keramischen Funden bloß. Im Zentrum der (istlichen Jordanebene wurden Ruinen einer allen Stadl gefunden, die man für Sodom hält. — Thomas Mann bat in Berlin ein Kapitel aus seinem noch unveröffentlichten Josefsroman gelesen. —- Josef Rosenslock, Nachfolger Bodanzkys als Dirigent deutscher Opern an der Metropolitan Opera, ist zurückgetreten. — Die Berliner jüdische Gemeinde sucht Hermann Jadlowker als Kantor zu gewinnen. — Prof. Julius Wollssohn (Wien) feierte den 00. Geburtstag. Von Emil Bernhard (Cohn) wurde ein neues Schauspiel aufgeführt.

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