Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 8 (1930)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1930)
- Article
- Von der Mellah in die Rue des Consuls
- Date
- 1930-01-01
- Page
- 58 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2912821-2912900-2912902-2924682--08685-2924831- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Rabat 1× ep/1045497
OCR text
Fleischerladen sclilechlerte sich die Situalion der Juden. Dir Seeräuberei und das Kapererwesen verschwand ans dem Mitlelmeer, das seiL der Einführung der Ouinana entzogene und späier wiedererlangte Recht Zölle einzutreiben, bringt sehr wenig ein und die Konkurrenz der arabischen Handelsplätze wird immer schärfer. In Rabat handelt man mit Gelreide, Wolle. Wachs, mit in Fes und Meknes hergestellten Produklen und führt europäische Waren direkt ein. Die Rbali gelten als intelligent und fleißig, ja sogar als die geschicktesten Spekulanten Europas. So bleibt den Juden, die durch das Verbot Land zu erwerben vom Ackerbau ausgeschlossen sind, neben dem Handwerk noch das Münzrechl. und das GeldleihgeschüH. Sic blichen die Helfer der Sultane bei der Verschlechterung der Münze. Noch lS.'M) riet man den Europäern der Silbermünze zu mißtrauen, da der größte Teil geringwertiger hergestellt werde. Der Maghzeu machte sieh von der Sache nichts wissen, auch die früheren Sultane und einflußreichen Personen am Hofe haben gerne an finanziellen Operationen ihrer jüdischen Rankiers zu eigenem "Nutzen teilgenommen.