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Menorah · 1930-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1930) · p. Seite 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
8 (1930)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1930)
Article
Der Tod Mosis
Date
1930-01-01
Page
Seite 25 (sequence 6)
Language
German
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DER TOD MOSIS 25 preisen! — ich werde nicht sterben, sondern leben und des Herrn Werke verkünden'."19) Da sprach Samael: Moses, warum überhebst Du Dich? Er bedarf Deiner nicht, um gepriesen zu werden, — denn ,die Himmel rühmen des Ewigen Ehre'."20) Drauf Moses: „So werde ich sie zum Schweigen bringen und ich will den Herrn preisen — ,Vernehmet, ihr Himmel, ich will reden, und es höre die Erde das Wort meines Mundes'."21) Samael sprach: ,,Die Seelen aller Erdenbewohner werden mir überantwortet." Moses: „Ich aber bin mächtiger als alle Bewohner der Erde." — „Worin liegt Deine Macht?" — „Ich bin Amrams Sohn — sprach Moses — der als Dreijähriger prophezeit hat, er werde dereinst Gottes Wort unter Feuerflammen empfangen. Als Dreijähriger habe ich den Königspalast betreten und dem König die Krone vom Haupt genommen. Als ich achtzig alt war, tat ich Zeichen und Wunder in Ägypten und führte vor den Augen der Ägypter sechzig Myriaden Volkes aus dem Lande; das Meer habe ich in zwölf Arme geteilt. Ich stieg zum Himmel empor und habe das Himmelsgewölbe betreten, habe an den Kämpfen der Engel teilgenommen und die himmlischen Scharen besiegt; ihre Geheimnisse habe ich den Menschen enthüllt. Ich habe mit dem Ewigen von Angesicht zu Angesicht gesprochen; aus seiner Rechten habe ich die Thora unter Feuerflammen empfangen und sie Israel gelehrt. Ich habe Krieg geführt gegen Sichon und Og, jene Helden unter den Völkern der Erde; mit dem Stab, den ich in der Hand halte, habe ich auf sie geschlagen und sie getötet. Sonne und Mond in ihren Höhen habe ich zum Stehen gebracht — wer noch unter den Erdenbewohnern vermag es? Fort von mir! Meine Seele gebe ich Dir nicht!" So kehrte Samael zu Gott zurück und berichtete ihm die Worte Mosis. Der Ewige aber wiederholte: „Gehe hin und bringe mir die Seele Mosis!" Samael zog das Schwert aus der Scheide und machte sich auf den Weg. Bald stand er abermals vor Moses. Dieser ergrimmte gewaltig, ergriff den Stab, an dem der volle Gottesname angebracht war und stieß ihn mit aller Kraft gegen Samuel, der eilends die Flucht ergriff. Moses verfolgte ihn mit dem Gottesstab und blendete ihn mit einem der Lichtstrahlen aus seinen Augen. Um diese Stunde ward eine Gottesstimme vernehmbar, die sprach: ,,Die Stunde hat geschlagen, da Du aus der Welt scheiden mußt." Moses sprach: „Herr der Well! Oh gedenke doch des Tages, da Du mir im Dornbusch erschienest! Gedenke der Zeit, da icli auf dem Berge Sinai stand, vierzig Tage und vierzig Nächte! Ich liehe Dich an, überantworte mich nicht dem Todesengel!" Und der Herr entgegnete:

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