Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 7 (1929)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1929)
- Article
- Mendelssohns Brautstand
- Date
- 1929-09-01
- Page
- Seite 519 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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MENDELSSOHNS BRAUTSTAND ölt) reizendsten Briefe seiner Eromet, daß ..sie nunmehr so gut wie Heb Moses Wessely ein preußischer Untertan sei"! ..Sie werden also auf gut preußisch altes glauben, was zu unserm Vorteil ist. Die Russen, die Türken, die Amerikaner sieben uns alle zu Dienst und erwarten nur unsern Wink. Unsere Münze wird noc h hesser werden als Banko, die ganze Welt wird Sicherheit in Berlin suchen, und unsere Börse wird berühmt sein vom Schloßplatz bis an unser Haus. Dieses alles müssen Sie glauben, denn Sie haben Niederlassungsrecht in Berlin . . Und nun zögert der ungeduldige Eroier nicht länger. Mag man auch wir sind mitten im Siebenjährigen Kriege —- über die kriegerischen Wirren in Berlin noch soviel bedrohliche (ierüchte verbreiten. Er leugnet es nicht, daß die junge Erau manche Schwierigkeit durch Teuerimg und andres haben wird: macht sich auch wohl zu Zeilen ein Gewissen daraus, sie aus ihrem friedsamen Hamburg in eine von Eeinden umgebene1 Stadt zu führen. Aber immer mehr wird es zum Kehrreim seiner erst so steif-galanten Briefe: ..Wenn es möglich ist. beschleunigen Sie den glücklichen Tag. der uns auf ewig verbinden soll . . Am 27. Juni 1762 fand in Berlin Moses Mendelssohns und Eromel Gugenheims Hochzeit statt. Der Kreis um Mendelssohn: Dr. Mnrkus Herz