Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 7 (1929)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1929)
- Article
- Die Juden in der romantischen Musik
- Date
- 1929-09-01
- Page
- 499 (sequence 1)
- Language
- German
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DIE JUDEN IN DER ROMANTISCHEN er ganze Komplex jüdischer Kompositionen innerhalb des euro- J_ß pfuschen Kontinents umfaßt rund hundert Jahre Produktion. Von Meyerbeer bis Korngold und einigen Jüngeren. Die Fülle der prozentual gesehenen Leistungen ist bestechend. Selbst wenn man vom Standpunkt strengster Kritik Leistungen von OtVenbach oder Goldmark ausschallen wollte. Mendelssohn, Bizet, Mahler, Schönberg sind Ecksleine, die man nicht mehr aus der abendländischen Musik hinausschalVen könnte, ohne sie in ihren Fundamenten zu erschüttern. Für Mendelssohn hatte selbst Wagner bewundernde Worte. Bizets .,Carmen" wissen wir dank Nietzsches feiner Witterung nicht nur als Urbild des ..Verismo'' zu schätzen, sondern auch als musikalischen Wende punkt gegen den Intellektualismus der Wagnerschen Musik, wenngleich ßizet zum Teil von Wagner abhängt. „Carmen" ist der erste Prolest gegen die Wagnersche Invasion in Frankreich. Man wird die symbolische Größe des Falles Nietzsche" contra Wagner nie begreifen, wenn man nicht zugleich den Fall Bizet contra Wagner betrachtet. Die psychologische Wurzel beider Fälle liegt bei den Problemen der kulturellen Decadence. In Mahlers Sinfonien spielt sich der Kampf zwischen äußerliche]- Vielfalt und innerlicher Einfalt noch einmal bis zu verzehrender Leidenschaftlichkeit aus, um, von allem abgewandt, in den crschüllernden ..Kindertolenliedern'' mit dem Sieg der Infantilität auszuklingen. Und in Schönberg wird alle hirnmäßige Errungenschaft vollkommen alomisiert und die letzte Konsequenz des Willens zum Anfang gezogen. In ihm lebt das mystische Urgefühl seiner Ibisse bis zum (irad einer selbslzerileischenden Nur-Geisligkeil. Man wird es einmal als Beweis der Berechtigung einer rassenpsychologischen Betrachtung ansehen die f ii r die Juden auch v on den Juden bestritten wird -, daß man die Produktionen der Juden beinahe vollkommen auf den Begriff Lyrismus zurückführen kann. Lyrismus ist dii4 stärkste Noll1 der jüdischen Rassenpsyche. Sie gehl von der Bibel aus und schlägt sich nieder in allen Gebieten der Kunst, und wenn man Lyrismus übersetzt in Bewegung (wogegen sachlich nichts eingewendet werden kann, denn beides drückt eine bestimmte. Note des I. G i a c o m o M c y c r b c e r