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Menorah · 1929-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1929) · p. Seite 433

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
7 (1929)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1929)
Article
Das erste wissenschaftliche Antiquariat des Ostens
Date
1929-07-01
Page
Seite 433 (sequence 3)
Language
German
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UMSC H A U 433 Rußland, der Tschechoslowakei, Frankreich, Italien und England usw. Daran hat sich auch nichts geändert, als Albert Jolowicz. nachdem die politischen Verhältnisse ihn gezwungen hatten, das altbekannte kleine Fnmiliengeschäftshaus neben der Hauptwache am Alten Markt in Posen aufzugeben und nach Berlin überzusiedeln, wo er den Betrieb nunmehr, zwar unter der neuen Bezeichnung .,E w e r - A n t i q u a r i a t Josef Jolowicz", aber im alten Geiste weiterführt. Die Verlags tätigkeit der Firma beschränkte sich hauptsachlich auf das Gebiet der Heimatgeschichte. Sie halte den buchhändlerischen Vertrieb der Veröffentlichungen der Historischen Gesellschaft. Ferner\erlegte sie die „Juristische Monatsschrift firr-'Posen, Ost- und Westpreußen" u. a. m. Publizistisch ist Albert Jolowicz mit einer größeren Reihe interessanter Aufsätze hervorgetreten, die meist in dem „Börsenblatt für den deutschen Buchhandel" erschienen sind. Richard Reti gestorben Richard Reti, den Lesern unseres Blattes als Leiter der Schachrubrik bekannt, fiel vor einigen Wochen in jungen Jahren einer tückischen Krankheit zum Opfer. — Reti wurde 1889 in einem slowakischen Örtchen bei Bratislava geboren. In frühester Jugend kam er mit seiner Familie nach Wien, wo ihm eine sorgfältige Erziehung zuteil wurde. Von Wien aus schuf er sich, einer der kühnsten Vertreter der modernen Schule, in der internationalen Schachwelt bald den großen Namen, besonders seit dem Siege im Meisterturnier von Göleburg, 1920. Trotz aller Erfolge blieb Reti seinem Wesen nach ein Träumer, ein großes naives Kind, den ein ständiger Drang zum Reisen in der Welt umherführte. Wohin er kam, überall erwarb er sich Freunde und Anhänger, überall liebte man ihn wegen seines sympathischen Wesens. Reti war auch Ehrenmitglied der Schachsektion der Wiener Hakoah und Mitarbeiter vieler europäischer und überseeischer Zeitungen und Zeitschriften. UMSCHAU für die Zeit vom 21. Mai bis 15. Juli AUS ALLER WELT Die ukrainische Regierung hat die Schaffung eines zweiten autonomen jüdischen Rayons beschlossen, der vorwiegend landwirtschaftliche Siedlung auf kollektivistischer Grundlage umfaßt. — Die jugoslawische Regierung stellt als Beihilfe für jüdische Kulluszwecke iK Millionen Dinar in das Budget ein. — Die diesjährige Tagung der amerikanischen Zionisten beschloß einen scharfen Protest gegen die Verfolgungen der Zionisten und der jüdischen Lehrer durch die Sowjetbehörden. — In der amerikanischen Konfektionsindustrie wurde durch Kollektivvertrag die Fünftagewoche eingeführt; hiedurch werden 35.000 jüdische Arbeiter am Sabbat arbeitsfrei. — Im Polizeikorps von New York befinden sich 1000 jüdische Polizisten; ihre Organisation nennt sich „Schomrim Society". — Bei den Wahlen in das südafrikanische Parlament wurden fünf Juden als Deputierte gewählt. — Die Tagung des Weltverbandes Makkabi beschloß die Schaffung eines jüdischen Weltsportfestes (Makkabiade), das zum erstenmale im Jahre 1932 in Palästina stattfinden soll. — In Palästina treffen ununterbrochen Flüchtlinge aus dem Jemen ein, die von den Maßnahmen zur Zwangsbekehrung der dortigen Juden berichten. DEUTSCHLAND UND ÖSTERREICH Der in Hamburg vor kurzem tagende Weltkongreß jüdischer Frauen beschloß die Schaffung eines Wellverbandes, der neben anderen wichtigen Aufgaben auch für die Einführung des Frauenwahlrechtes in den jüdischen Gemeinden eintreten soll. — In Berlin wurde an der Stelle, wo Walther Rathenau ermordet wurde, eine Gedenktafel enthüllt. — Die Berliner und die Dessauer Gemeinde werden zu Ehren des 200. Geburtstages von Moses Mendelssohn große öffentliche Feiern und Ausstellungen veranstalten. — Prof. Dr Julius Goldstein (Darmstadt), der verdienstvolle Herausgeber der Zeitschrift „Der Morgen11, ist plötzlich gestorben. — Zur ge-

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