Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 7 (1929)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1929)
- Article
- Die Braunschweiger Gebetbuchhandschriften
- Date
- 1929-03-01
- Page
- Seite 156 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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156 ME NOR AH besondere Sorgfalt auf eine Illustrierung des Tal- und Geschemgebe'es verwendet. Monalsbiider zum Tierkreis, den Kalir seinen Gebetsdichlungen zugrunde gelegt lud. bildeten stets eine belieble Abwechslung im Text unserer Gebetbücher"1). In feiner Ausführung hat Isaak den Tierkreis des Gesehemgebetcs illustriert (siehe Abi).); die zwölf zierlichen Federzeichnungen (4 X ±'l/2 <'m) verraten ein gesundes Nalurgelühl und eine Vorliebe für Wald und Feld und Leben vor dem Tor der Stadt. Auf Perspektive und richtige Verteilung von Licht und Schatten kommt es ihm weniger an. er zeichnet mit viel Freude und ursprünglicher Gestaltungsgabe. Zumeist hat er Tiere dargestellt, lagernde Ochsen mit dem Hirten im Zeichen des Taurus, allerlei Groß- und Kleinvieh im Zeichen der Gemini, im Sternbild des Cancer eine Schäferin bei der Schafschur, eine Schere, ähnlich der des Krebses, in der Hand: und schließlich sehen wir im Bild zum Wintermonat Schebat einen allen Mann im pelzverbrämten Rock, der auf einer Schüssel eine gebratene Gans hält. Auch Erntebilder, die Getreide-, Heu-. Obst- und Weinernte zeigen, sind den entsprechenden Monaten beigegeben. Unser Schreiber hat seiner Phantasie hier freien Lauf gelassen und hat jedenfalls die Tierkreisbilder zum Geschemgebet mit weit größerer Sorgfalt angefertigt als die dagegen gröber wirkenden Monatsbilder zum Talgebet. Während Isaak in die Tierkreisbilder seine eigenen Ideen hineinlegt, sehen wir ihn die zahlreichen Initialwörter der Handschrift nach