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Menorah · 1929-02-01 · Heft 2 (Februar 1929) · p. 125

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
7 (1929)
Issue
Heft 2 (Februar 1929)
Article
Menachem ben Saruk und Dunasch ibn Labrat
Date
1929-02-01
Page
125 (sequence 1)
Language
German
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.Mcnarhrm hon Saruk und Dunasch ihn .Labrai Von Dr. A. P o s n e r J. Vorwort, Grammatik und Sprachwissenschaft wird in einem Volke dann besonders lebendig, wenn es von der Sprache seiner ältesten Literatur sich entfernt, wenn seine Umgangssprache sich ändert und die Niederschriften seines Geistes ein neues, Sprachgew and erhalten. Daher sind die Notizen, die diese Wissenschaften betreffen, im Talmud nicht verwunderlich. Sie zeigen die ersten Spuren und tastenden Versuche die Sprache der Bibel, das Hebräische zu erfassen. Kürzer wurden diese Sprachstudien infolge religiösen Zwanges in der karäischen Kpoche betrieben, denn die Karäer, die sich an den genauen Wortlaut des Lentateuehtcxtes hielten, gerieten oft mit ihren Gegnern in Streit, wenn es galt, Worte und Formen des überlieferten Textes scharf zu interpretieren. Das war also im achten Jahrhundert. Haid gab es jüdische Sprachforscher, deren ganze gelehrte Tätigkeit diesen Gegenstand betraf. Jehuda ihn Koreisch und der große Sa ad ja sind in diesem Sinne Vorläufer des Menaehem und Dunasch zu nennen. Dennoch leiten sie erst eine neue Lpoche der Sprachwissenschaft ein. iL Das Leben1). Menaehem ben Jakob ihn Saruk ist in Tortosa (Spanien), der Stadt, die im 15. Jahrhundert die große {»eiigionsdisputation gesehen hat, wohl in dürftigen Verhältnissen geboren und war zeitlebens nicht mit den Gütern dieser ') I>io Erklärung des bekannten Kommentators Raschi bringt oft die oben genannten Forscher, die dem jüdischen Leser weniger bekannt sind. Der Zweck obigen Aufsatzes soll es sein, mit diesen Gelehrten, ihrem Leben und ihren Werken etwas vertraut zu machen. Welt gesegnet. Zwar betrieb er früh einen kleinen Handel, der ihm seinen Lebensunterhalt verschaffen sollte, alter er lebte in Wahrheit seiner Wissenschaft, oft wohl in der Art und Weise, die der Weise in den Sprüchen der Väter als besonders rühmenswert erachtet, nämlich während er nur Salz und Brot zu essen hatte. Da schien ihm plötzlich die Sonne des Glückes zu strahlen. In Cordova, einer blühenden Stadl Spaniens, lebte als Freund und Förderer der jüdischen \\ issenschaften Ghasdai ihn Schaprut, der seinen Vater Isak zu veranlassen verstand, Menaehem nach Gordova zu bitten, damit er dort unbehindert durch die Sorgen um das tägliche Brot von dem Mäcenatentum des Ghasdai seinen Studien leben könnte. Menaehem kam. Sehr bald mußte er erkennen, daß Ghasdai ihm nicht hold gesinnt sei. Fr war es wohl, der sein Lorsehen in bestimmte Bahnen lenkte, der der Urheber des Menaehemsehen Hauptwerkes wurde, aber er bewies ihm seine Gunst nicht so, wie es Menaehem erwartet hatte, ja der Forscher mußte bei Ghasdais Vater sieh oft das aneignen, was an Sold und Lohn der Sohn ihm versagte. Das unfreundliche Verhalten Ghasdais lähmte zwar die Arbeit Menachems nicht, er widmete sich ihr bei 'Tag und bei Nacht, aber er bekennt in einem Sendschreiben an den Sohn: „Genösse ich nicht die Barmherzigkeit deines Vaters, in dessen Schatten Gott helfe ihm - ich mich bergen kann und der seine schützenden Fittiche über mir ausbreitet, hätte er nicht mit mir Mitleid, würde er mich nicht ehren, mich nicht an seinem Tische essen lassen, wahr-

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