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Menorah · 1929-01-01 · Heft 1 (Januar 1929) · p. 47

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
7 (1929)
Issue
Heft 1 (Januar 1929)
Article
Jüdische Musikpflege
Date
1929-01-01
Page
47 (sequence 1)
Language
German
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Jl l)IS( Iii: Ml SIKPI'Llidi: Von Rudolf H e 1 i. k> der Schreiber dieser Zeilen bald nach dem Kriege in diesen _L \ Blättern über jüdisches Musikschaffen, Aufführungen jüdischer Musikwerke und über die Notwendigkeit der Zusammenfassung alier daran interessierten Kräfte, wenn je Ersprießliches erzielt werden sollte, die Diskussion eröffnete: da waren seine Worte im gewissen Sinn ins Leere gerichtet. Die Oede auf allen kulturellen Gebieten ließ auch auf dem der jüdischen Musikpflege kein Leben emporquellen. Das hat sich im Lauf der »Jahre immerhin in erfreulichem Sinne geändert. Dennoch kann auch das, was heute hier sichtbar wird, noch lange nicht als Ziel, kaum als richtiger Beginn, beinahe nur als aufrichtiger Wille zu einem solchen gedeutet werden. Versucht man einen Ueberblick über das bisher Geleistete in Berlin und Wien, diesen - für das Musikleben im allgemeinen ebenso wie für unser spezielles Gebiet wichtigsten Metropolen zu gewinnen, so mag es im Grunde nicht überraschen, wenn sich zeigt, wie fast genau gleich in Art, Absicht und Erfolg, leider auch durch dieselben Schwierigkeiten behindert, die .Bewegung hier und dort sich vollzieht. Alle jüdische Musikpflege sondert sich von selbst in mehrere Arbeitsgebiete. Vor allem ist die synagogale Musik in ihrem Zweck und den Anforderungen, die sie an Interpreten und Hörer stellt, von der profanen naturgemäß durchaus verschieden. Diese wieder teilt sich in die nach Entstehungskreisen ihrerseits .gesonderte Volks- und in die Kunstmusik, letztere durch das Schaffen der jüdischen und jüdisch gerichteten Musiker repräsentiert", liier spielt die noch lange nicht geklärte, absolut und zweifelsfrei wohl überhaupt nicht lösbare f rage, inwiefern das musikalische Kunst produkt eines Einzelnen als ,,jüdisch4' anzusehen sei, eine entscheidende Holle. In Berlin ist es auf dem Gebiet der Synagogalmusik Arno Nadel —■ in diesen Tagen sind ihm anläßlich seines 50. Geburtsfestes Ehrungen von überallher zugekommen dessen seit 20 Jahren geübtem, unermüdlichem Wirken fast alle errungenen Erfolge zu

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